800 Gäste feiern mit Kraftklub, Gurr, Trettmann und Jace im Ringlokschuppen - Samstag geht das »Zurück Zuhause«-Festival weiter »Immer schön, Euch wiederzusehen!«

Bielefeld (WB/mdm). Gar nicht besinnlich, aber immerhin gemütlich ist es am Freitagabend im Ringlokschuppen geworden: Am ersten Abend des  »Zurück Zuhause«-Festivals hat die Band Kraftklub den kleinen Saal gerockt. Davor versuchten Jace, Gurr und Trettmann, die 800 Besucher in Stimmung zu bringen.

Sänger Felix Brummer von Kraftklub lässt sich von seinem Publikum auf Händen tragen.
Sänger Felix Brummer von Kraftklub lässt sich von seinem Publikum auf Händen tragen. Foto: Mike-Dennis Müller

 Das kleine, zweitägige »Festival« hat zum ersten Mal tatsächlich an beiden Abenden einen hochkarätigen Headliner. Fast ausverkauft war es schon am Freitag dank der Band aus Chemnitz, die sonst auch deutlich größere Hallen zu füllen vermag. »Immer schön, Euch wiederzusehen«, sagte Sänger Felix Brummer, der mit seinen Jungs nicht zum ersten Mal in Bielefeld zu Gast war.

Schon mehrmals sei die Band in der Stadt aufgetreten, betonte er, und habe dabei schon irrwitzige Geschichten erlebt. »Kennt Ihr noch die Geschichte von der Goldenen Kuh?«, fragte er etwa die dichtgedrängten Fans und erzählte noch einmal schnell von dem Gipstier im Stereo, das sie einst zerstört haben sollten. »5000 Euro sollten wir dafür bezahlen, die haben uns bestimmt abgezockt«, meint Brummer mit einem Augenzwinkern.

Übel nehmen es Kraftklub Bielefeld und seinen Anhängern hier aber offenbar nicht - im Gegenteil. Von Anfang an gaben sie alles auf der Bühne. »Ich komme schon richtig ins schwitzen, könnte mich fast ausziehen«, sagte Brummer und brachte die Fans in den ersten Reihen sogleich zum Kreischen.

Später geht er dann wirklich auf Tuchfühlung, läuft durch die Masse des Publikum, feiert dort mit den Besuchern und lässt sich später auf Händen wieder zurücktragen. Sogar ein Weihnachtslied stimmen Kraftklub in Bielefeld an - nur um nach den ersten Strophen dann mit viel Krach eine große Wall of Death zu befeuern.

Den Anfang hatte am frühen Freitagabend Rap-Newcomer Jace aus Hamburg gemacht, der als einer der nächsten ganz Großen des Genres gehandelt wird - auch von Gastgeber Casper. Rapper Trettmann (»Skyline«, »120 Jahre«) setze vor allem auf starke Bässe, die seine DJane auf der Bühne live einspielte. Seine Stimme indes ließ er sich die meiste Zeit über stark verfremden, um mit Sonnenbrille und Schirmmütze seine Verse darzubringen. Die jungen Frauen von Gurr schenkten dem Vorprogramm eine angenehm erfrischende Note und durften später dann auch noch einmal gemeinsam mit Kraftklub auftreten. Die besonders rockige Cover-Version von Blurs »Song 2« saß.

Samstagabend kommt Casper

Am Samstagabend geht es weiter. Dann stehen vor dem Gastgeber Casper auch noch der Ringer (19 Uhr), Mavi Phoenix (19.50 Uhr), Ahzumjot (21 Uhr) auf der Bühne im Ringlokschuppen. Bis zum nächsten Auftritt von Kraftklub in Bielefeld dauert es übrigens auch nicht mehr lange:  Schon am 3. März wollen sie abermals in der Stadt auftreten, dann in der großen Seidenstickerhalle.

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