Bielefelder Kinderrockband spielt Theater und hat neue CD Märchenhafte Randale

Bielefeld/Gütersloh (WB). Viel beschäftigt ist die Bielefelder Kinderrockband »Randale« eigentlich immer. In diesem Jahr sind die Mitglieder Jochen Vahle, Marc Jürgen, Christian Keller und Garrelt Riepelmeier zur weihnachtlichen Bescherung aber mit Sicherheit rechtschaffen müde. Nach wahrlich märchenhaften Wochen.

Von Burgit Hörttrich
»Randale« mit (von links) Christian Keller, Jochen Vahle, Marc Keller und Garrelt Riepelmeier wirken bei »Dornröschen« mit und es gibt alle Lieder auch auf CD.
»Randale« mit (von links) Christian Keller, Jochen Vahle, Marc Keller und Garrelt Riepelmeier wirken bei »Dornröschen« mit und es gibt alle Lieder auch auf CD. Foto: Björn Klein

Denn »Randale« steht wieder einmal auf der Bühne: mit einer zeitgemäßen Version des (Weihnachts-)Märchens »Dornröschen«, zu dem die Band die Songs und auch die kurzen musikalischen Übergänge zwischen den Szenen geschrieben hat. Und allein am 24. Dezember sind im Landestheater Detmold noch zwei Vorstellungen angesetzt.

Insgesamt geht »Dornröschen« 103 Mal über die (Tournee-)Bühne, 40 Mal spiele die Band dabei live, erzählt Frontmann Jochen Vahle. Alle die, die das rockige, immer aber erkennbare Märchen nicht sehen können, für die gibt es die »Dornröschen«-Songs, acht an der Zahl, auf CD. Das Lieblingslied der Prinzessin, die nicht etwa Schühchen aus feinstem Leder trägt, sondern grobe (Rocker-)Stiefel, heißt zum Beispiel »Schwitzkasten«.

Theater mit dem Hardrockhasen

Der Plan, für das Theater Gütersloh Musik für ein Kinderstück zu schreiben, sei viele Jahre alt, erzählt Vahle. Schließlich verfüge »Randale« über Theatererfahrung. In der Spielzeit 2011/12 lief im Bielefelder TAM höchst erfolgreich »Randale im Tierpark« um den Hardrockhasen Harald, der aus dem Tierpark verschwunden ist und dessen tierische Gefährten Manfred, den Wolf, Julia, das Schaf, Vladimir, die rumänische Fledermaus und Hase Cornelius; geschrieben hatte den Liederabend mit den »Randale«-Songs die Schauspielerin Carmen Priego.

In Gütersloh habe man Kontakt gehabt dem dem künstlerischen Leiter des Theaters, Christian Schäfer. Man habe sich auf »Dornröschen« als klassisches Märchen geeinigt, Schäfer habe das Stück geschrieben und, so Vahle, »Lücken für unsere Songs gelassen«. Zudem sei als Kooperationspartner das Lippische Landestheater Detmold eingestiegen, das auf der Suche nach einem passenden Weihnachtsmärchen 2017 gewesen sei.

Happyend natürlich auch auf der CD

Auf der CD sind Lieder zu hören wie »Ein König und eine Königin«, »Hey, kleines Mädchen«, »Das Spindellied« oder »Goldener Teller«, die Dornröschens Geschichte nacherzählen. Und wie im Märchen der Gebrüder Grimm gibt es sowohl auf der Bühne wie auf der CD ein Happyend beziehungsweise einen Prinzen, der die Prinzessin wachküsst.

Aufführungen sind bis Ende Januar geplant, unter anderem in Hameln, Bocholt, Lüdenscheid, aber auch in Herford, Gütersloh, Detmold. »Ja, wir machen einen Bogen um Bielefeld, wollen ‘Schneeweißchen und Rosenrot’ im Stadttheater keine Konkurrenz machen,« erklärt Vahle. Wenn die Männer von »Randale« nicht live mit auf der Bühne stehen dann werde die Musik eingespielt. Die CD gibt es im Handel und bei Newtone, Viktoriastraße 19

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.