Familie-Osthushenrich-Stiftung unterstützt den Verein Laika Trauerarbeit mit Vierbeiner

Bielefeld-Senne (WB/peb). Wenn Angehörige sterben, ist das für Kinder eine schwere Belastung. Einen besonderen Weg, diese Trauer zu begleiten, geht seit zwei Jahren der Verein Laika – Trost auf vier Pfoten. Um diese Arbeit anbieten zu können, hat die Familie-Osthushenrich-Stiftung den Verein jetzt erneut finanziell unterstützt.

Dr. Ulrich Hüttemann von der Osthushenrich-Stiftung hat Ingrid Littmann und Hündin Kanela 3000 Euro für die Arbeit des Vereins Laika übergeben.
Dr. Ulrich Hüttemann von der Osthushenrich-Stiftung hat Ingrid Littmann und Hündin Kanela 3000 Euro für die Arbeit des Vereins Laika übergeben. Foto: Peter Bollig

Der Name Laika steht für den Hund, den Ingrid Littmann mehrere Jahre lang eingesetzt hatte, um Kinder und Jugendliche in der Trauer zu unterstützen. Laika ist 2014 gestorben, aber die tiergestützte Trauerbegleitung führt der Verein mit Hündin Kanela fort.

Den etwa achtjährigen Mischling setzt Littmann seit 2010 ein. »Sie ist ein Türöffner«, beschreibt die Trauerbegleiterin, die seit 2005 in ihrer Arbeit auf Hunde setzt und dafür vor zwei Jahren den Verein gegründet hatte, die Bedeutung der Vierbeiner. Sie vermittelten Trost und Geborgenheit, förderten Ruhe und Entspannung. Kanela ist stets dabei, wenn die Kinder die Räume an der Karl-Oldewurtel-Straße besuchen oder Ausflüge in die Natur gemacht werden.

Elf Mitglieder hat der Verein, fünf Aktive arbeiten zumeist ehrenamtlich: Zu ihnen kommen Kinder ab drei bis vier Jahren aus dem Raum Bielefeld und Gütersloh, wenn sie Geschwister, Eltern oder Großeltern verloren haben. Gearbeitet wird in Gruppen, die in der Regel alle zwei Wochen zusammentreffen, aber auch in der Einzelbegleitung, in der »individueller gearbeitet« werden könne, wie die Vereinsvorsitzende Ingrid Littmann sagt.

Um diese Einzelbegleitung zu finanzieren, hat Dr. Ulrich Hüttemann von der Familie-Osthushenrich-Stiftung jetzt 3000 Euro übergeben. Davon sollen Material und weitere Sachkosten bestritten werden. Hüttemann: »Das ist für uns eine gute Gelegenheit, das Ehrenamt zu stärken.« Die Stiftung fördert Kinder und Jugendliche, und eine Trauerbegleitung sei wichtig, damit die jungen Leute »diese schwierige Situation verkraften, sich dann in Schule und Beruf weiterentwickeln können«. Im vergangenen Jahr hat die Stiftung dem Verein bereits 4000 Euro zur Verfügung gestellt.

Etwa 30 Kinder und Jugendliche haben die Trauerbegleitung bislang in Anspruch genommen. Sie werden in der Regel bis zu einem Jahr von den Trauerbegleitern unterstützt.

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