Gewaltverbrechen in Bielefeld-Hillegossen: Spur führt ins Drogenmilieu Opfer (37) starb an massiven Trittverletzungen

Bielefeld (WB/hz). Nach dem tödlichen Gewaltverbrechen an der Gustav-Winkler-Straße im Grenzbereich Hillegossen/Ubbedissen werden weitere Details bekannt. Die mutmaßliche Täterin Tanja Z. (31) soll das Opfer Viktor F. (37) am vergangenen Mittwoch mit Tritten gegen Kopf und Rumpf so schwer verletzt haben, dass der Mann am Tag nach dem Angriff in einem Bielefelder Krankenhaus starb.

In diesem Haus geschah das Verbrechen.
In diesem Haus geschah das Verbrechen. Foto: Büscher

Polizeiangaben zufolge ist der 37-jährige Bielefelder nach massiver, stumpfer Gewalteinwirkung innerlich verblutet.

Tanja Z. sitzt seit Freitag wegen Körperverletzung mit Todesfolge in der hiesigen Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft. Nach WESTFALEN-BLATT-Informationen schwieg die 31-Jährige vor der Verkündung des Haftbefehls zum Tatvorwurf.

Ort des Gewaltverbrechens soll den Ermittlungen einer achtköpfigen Mordkommission zufolge der Wohnort der Verhafteten sein. Die 31-Jährige lebte mit ihrem Ehemann (43) in einem verfallenen Haus an der Gustav-Winkler-Straße unweit der Autobahn 2. In dem Haus soll Tanja Z. das Opfer aus bislang unbekanntem Grund angegriffen haben. Danach wurde der lebensgefährlich Verletzte aus dem Gebäude geschafft und auf den Gehweg der Gustav-Winkler-Straße gelegt.

Opfer und Täter sollen zur Drogenszene gehören

Wer beim Beseitigen des 37-Jährigen mitgeholfen hat und wann das geschah, dazu wollte sich der ermittelnde Staatsanwalt Christoph Mackel nicht äußern. Ein Zeuge entdeckte am Mittwoch gegen 20.15 Uhr den schwerst verletzten Viktor F. und alarmierte den Rettungsdienst.

Ob sich das Motiv von Tanja Z. für den Gewaltausbruch gegen den Mann jemals genau aufklären lässt oder in einem Sumpf von Drogendelikten verborgen bleibt, ist ungewiss. So gehören nach WESTFALEN-BLATT-Informationen sowohl die mutmaßliche Täterin Tanja Z. (31) als auch das Opfer Viktor F. (37) der Junkieszene an der sogenannte »Tüte« am Hauptbahnhof an. Die 31-Jährige sei wegen Rauschgift- und Diebstahlsdelikten vorbestraft, sagte Polizeisprecherin Kathryn Landwehrmeyer.

Zum letzten Mal wurde Tanja Z. ausgerechnet am vergangenen Mittwoch wenige Stunden vor dem Gewaltverbrechen verurteilt. Die 31-Jährige kassierte vom Amtsgericht eine Geldstrafe, weil sie am Drogentreffpunkt Tüte mit Marihuana gedealt hatte.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.