Unbekannter Täter nutzte offenbar Brandbeschleuniger Brandanschlag: Obermufti besucht Moschee

Von Stefan Biestmann

Obermufti Paso Fetic (Mitte) schaut sich mit seinem Bruder Muhammed Fetic (links), Imam der Gemeinde, und Gemeindechef Haris Mulic die Schäden im Festsaal an.
Obermufti Paso Fetic (Mitte) schaut sich mit seinem Bruder Muhammed Fetic (links), Imam der Gemeinde, und Gemeindechef Haris Mulic die Schäden im Festsaal an. Foto: Thomas F. Starke

Bielefeld (WB). Nach dem Feuer in dem bosnisch-islamischen Gemeindezentrum an der Ziegelstraße geht die Staatsanwaltschaft von Brandstiftung aus. Unterdessen hat am Donnerstag das Oberhaupt der bosnischen Muslime in Deutschland den Brandort besucht.

Staatsanwältin Stefanie Jürgenlohmann sagte auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage, dass der oder die Täter vermutlich Pkw-Kraftstoffe als Brandbeschleuniger genutzt hätten. Ob es ein politisches Motiv für die Tat gebe, sei aber weiterhin völlig offen. »Wir ermitteln in alle Richtungen«, sagte sie. Es gebe bislang noch keinen Verdächtigen.

Wie berichtet, schlief Imam Mohammed Fetic in einer Kellerwohnung der Moschee, als der Brand sich ereignete. Feuerwehrleute weckten den 60-Jährigen.

Gemeindevorsitzender Haris Mulic kritisierte, dass bislang kein hochrangiger Vertreter der Stadt den Brandort besichtigte. Dafür reiste aus Wiesbaden Obermufti Paso Fetic an. Das Oberhaupt der 20.000 bosnischen Muslime in Deutschland ist Bruder des Bielefelder Imams Mohammed Fetic. »Ich bin traurig, dass dieser Anschlag in einer Gemeinschaft passiert, die für ihre Offenheit bekannt ist«, sagt Fetic. »Durch Gewalt, Angst und Hass kann nichts geklärt werden«, meint Fetic.

Mehr lesen Sie am Freitag, 3. Februar, im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Bielefeld.

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