Stopka-Mechatroniker glänzt als Nummer eins aller Jaguar-Händler Deutschlands Bester

Bielefeld (WB). Deutschlands bester Jaguar-Mechatroniker kommt aus Bielefeld. Timon Neumann (24) hat den nationalen Wettbewerb 2016 für sich entschieden und obendrein bei seinem Arbeitgeber Auto-Sport-Stopka einen großen Schritt auf der Karriereleiter gemacht.

Von Michael Diekmann
Ausgezeichnet (von links): Trainingsmanager Udo Krause, Geschäftsführer Alexander Stopka und Serviceleiter Karol Wojewodski mit dem Deutschland-Sieger Timon Neumann im Ausstellungsraum des Autohauses Stopka
Ausgezeichnet (von links): Trainingsmanager Udo Krause, Geschäftsführer Alexander Stopka und Serviceleiter Karol Wojewodski mit dem Deutschland-Sieger Timon Neumann im Ausstellungsraum des Autohauses Stopka Foto: Thomas F. Starke

Alexander Stopka: »Wir sind stolz auf so ein Eigengewächs. Timon hat bei uns gelernt. Jetzt bieten wir ihm eine Perspektive.« Seit dem 1. Januar ist der »Techniker des Jahres« bei Stopka Werkstattleiter. Was den Chef besonders freut: Auch der Zweitplatzierte 2016 im Deutschland-Vergleich kommt mit Lars Lemmer aus dem Hause Stopka. Beim Weltfinale der Elite von Land Rover und Jaguar in Birmingham reichte es für Timon Neumann nicht aufs Treppchen. Die Konkurrenz aus 17 Nationen wie Australien, China, England oder Amerika war riesig. Neumann ist aber überzeugt: »Ich greife 2017 noch einmal an. Jetzt kenne ich die kleinen Kniffe und weiß, wo ich noch punkten kann.«

Mechatronik war von jeher sein Wunschberuf, erzählt Timon Neumann. Mit 15 Jahren hatte er am Hans-Ehrenberg-Gymnasium in Sennestadt genug gehabt von Theorie: »Ich wollte raus und einen Beruf lernen.« Nach zwei Tagen Praktikum im Autohaus an der Detmolder Straße war für ihn die Lehrstelle bei Stopka klar gewesen. Es war, wie er sagt, der Start in einen faszinierenden Beruf mit täglich neuen großen Herausforderungen in spannenden Aufgaben. Das Netzwerk aus mehr als 100 Modulen in einem modernen Jaguar und den Datenbus-Systemen zu verstehen und zu beherrschen, fordere die Mechatroniker, erklärt Udo Krause. Der Trainings-Manager der Jaguar-Akademie weiß um betriebliche und überbetriebliche Ausbildung und hat auch Timon Neumann bis zum Weltfinale begleitet.

Für seinen Deutschland-Sieg in Neuss gegen 18 Kollegen musste Neumann fünf Aufgaben aus völlig unterschiedlichen Bereichen lösen, von Motor und Chassis bis zu Diagnosetechnik, jeweils in einer Stunde pro Station unter den Augen von Juroren und Kameras. Neumann: »Die Herangehensweise wurde genau studiert. Da muss man Nerven behalten, darf nicht aus der Ruhe kommen in der logischen Abfolge.«

Gut, im Weltfinale in Birmingham habe er weder das Siegerwochenende mit den Land-Rover-Segelprofis auf den Bahamas noch die große Werkzeugkiste gewonnen, gesteht Neumann: »Dafür habe ich die Werkstattleitung übertragen bekommen. Das ist super.« Für Alexander Stopka, Geschäftsführender Gesellschafter des zur Nagel-Gruppe gehörenden Betriebs, hat Nachwuchsförderung weiter einen hohen Stellenwert. Aktuell lernen drei Jugendliche in Bielefeld Mechatroniker. In Zukunft rechnet Serviceleiter Karol Wojewodzki damit, noch mehr Lehrlinge einzustellen. Mit der Modellpalette wächst der Kundenkreis des Traditionshauses stetig. Stopka: »Und Timons Deutschland-Sieg ist der beste Beweis dafür, wie wichtig Eigengewächse im Betrieb sind. Ein Stück unseres täglichen Anspruchs.«

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