Historisches Museum plant Ausstellung zur alternativen Fußballszene »Wilde Liga«-Exponate gesucht

Bielefeld (WB/St). Das Historische Museum plant die Ausstellung zum Film: Am 25. März hat im Lichtwerk der Dokumentarfilm von Max Meis über die Wilde Liga in Bielefeld Premiere. Parallel dazu sollen im Museum im Ravensberger Park Exponate aus mehr als vier Jahrzehnten alternativer Fußballgeschichte gezeigt werden.

Michael Falkenstein (links) vom Historischen Museum und Beate Wolff, Vornesitzerin der Wilden Liga Bielefeld, wollen parallel zu dem Dokumentarfilm von Max Meis (Mitte) eine Ausstellung zur »Wilden Liga« zusammenstellen und suchen dafür noch Exponate.
Michael Falkenstein (links) vom Historischen Museum und Beate Wolff, Vornesitzerin der Wilden Liga Bielefeld, wollen parallel zu dem Dokumentarfilm von Max Meis (Mitte) eine Ausstellung zur »Wilden Liga« zusammenstellen und suchen dafür noch Exponate. Foto: Heinz Stelte

Seit mehr als zwei Jahren arbeitet der Filmemacher Max Meis an einem Film über die »Wilde Liga«, finanziert werden sollte das Projekt mittels Crowdfunding. Was schlussendlich auch gelang. 40 Jahre alternative Fußballgeschichte Bielefelds hat Meis in 90 Minuten gepackt, Spielszenen an der Radrennbahn gedreht, Interviews geführt, altes Material gesichtet. Nun ist der Film fertig, am Samstag, 25. März, ist um 20.30 Uhr im Lichtwerk Premiere.

Erinnerungsstücke aus 40 Jahren

Doch damit soll sich die historische Aufarbeitung dieses Stücks Bielefelder Historie nicht erschöpfen. »Wir möchten die filmische Aufarbeitung gerne durch zahlreiche Schaustücke ergänzen,« erklärt Michael Falkenstein, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Historischen Museums. So sollen vom 8. März bis zum 29. April im Forum des Museums Fotos, Trikots, Tabellen oder andere Erinnerungsstücke aus 40 Jahren »wilder« Fußballgeschichte zu sehen sein. Außerdem sei geplant, Szenen des Films zu zeigen, »vor allem aber auch Interviews in voller Länge, die für den Film gekürzt werden mussten.«

Doch Falkenstein, der selbst einstmals in der »Wilden Liga« das Tor hütete, hat ein Problem: Viele Relikte schlummerten wohl noch in den Kellern oder auf dem Dachboden ehemaliger Liga-Kicker, doch diese ausfindig zu machen, sei schwierig. Falkenstein: »Man kannte sich ja meist nur bei dem Vornamen. Das macht eine Recherche im Internet schwierig bis unmöglich.«

Hoffen auf die Ex-Kicker

Eine Erfahrung, die auch Beate Wolff, Vornesitzerin der »Wilden Liga Bielefeld« schon anlässlich des 40-jährigen Jubiläums 2015 gemacht hatte. Sie unterstützt das Historische Museum bei der Zusammenstellung der Ausstellung. »Wir hoffen, dass sich etliche Ex-Kicker melden, die noch alte Trikots, Fotos oder sonstige Dinge zur Wilden Liga besitzen,« hofft sie. Schließlich müssen rein statistisch in 40 Jahren Ligageschichte mit hunderten von Teams tausende Bielefelder einmal für eines der Teams aufgelaufen sein.

Wer dem Historischen Museums Material zur Verfügung stellen möchte, kann sich an Michael Falkenstein (falkenstein@historisches-museum-bielefeld.de; Telefon 0521/51-6525) wenden.

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