26-Jährige verliert nach App-Download mehrere hundert Euro Betrug mit Trojaner

Bielefeld (WB/bex). Die Polizei warnt vor einem Trojaner, der als Produkttester-App getarnt ist. Durch illegales Abgreifen von Zugangsdaten (Phishing) ist eine 26-jährige Bielefelderin um mehrere hundert Euro gebracht worden.

Über eine App hat sich der Trojaner auf dem Smartphone eingenistet.
Über eine App hat sich der Trojaner auf dem Smartphone eingenistet.

Nach Angaben der Polizei war sie Anfang des Monats über Facebook auf eine Produkttester-App aufmerksam geworden. Da sich diese nicht über ihren Computer herunterladen ließ, folgte sie dem Link auf ihrem Smartphone. Die Bielefelderin installierte die App dann aus einer anderen Quelle als dem Google-Play-Store.

Als sie am 5. Januar die App ihrer Sparkasse startete, wurde der Trojaner aktiv und zeigte eine Einblendung. Der Trojaner forderte sie zur Eingabe ihrer Zugangsdaten zum Online-Banking auf, obwohl sie diese Daten bereits zu einem früheren Zeitpunkt in die App eingetippt hatte. Mit Hilfe dieser Phishing-Methode gelangten die Täter so an die Zugangsdaten und führten zwei Tage später zur Nachtzeit zwei Überweisungen auf das Konto eines britischen Zahlungsdienstleisters aus. Die 26-Jährige bemerkte am Folgetag den Betrug und sperrte sofort ihr Online-Banking-Konto. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen. »Das Geld ist aber wohl weg«, sagte am Donnerstag ein Polizeisprecher.

Mehrere Banken warnen bereits vor dieser Betrugs-Masche. »Lassen Sie im Verdachtsfall Ihr Smartphone von einem Fachmann überprüfen«, empfiehlt die Sparkasse. Ermittler der Polizei raten Android-Nutzern, Apps nur aus sicheren Quellen herunter zu laden. Unbekannten Quellen sollte man nur nach eingehender Prüfung einen Zugang erlauben.

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