An drei Straßen soll umgebaut werden Bielefelds Unfallschwerpunkte

Bielefeld (WB). 14 Unfallschwerpunkte gibt es zurzeit in Bielefeld. Das haben die Verkehrsexperten der Unfallkommission ermittelt. Die meisten davon sollen »weiter beobachtet«, bei drei von ihnen soll mit baulichen Maßnahmen Verletzte und Sachschäden verhindert werden.

Von Burgit Hörttrich
Die Feilenstraße soll für alle Verkehrsteilnehmer sicherer werden. Zur Analyse werden Kameras eingesetzt.
Die Feilenstraße soll für alle Verkehrsteilnehmer sicherer werden. Zur Analyse werden Kameras eingesetzt. Foto: Thomas F. Starke

Laut Polizeiangaben hat es in Bielefeld im Jahr 2015 (die Zahlen für 2016 liegen noch nicht vor) insgesamt 9934 Verkehrsunfälle gegeben – eine Steigerung von 4,4 Prozent oder 515 im Vergleich zum Jahr davor. Sechs Menschen starben, 1032 wurden verletzt; die Anzahl der Verletzten ging um 60 (5,5 Prozent) zurück.  Als Hauptunfallursachen werden Abbiegen und Wenden, gefolgt vom Nicht-Beachten der Vorfahrt, angegeben.

Informationen in den Bezirksvertretungen

Die Bezirksvertretungen Mitte, Schildesche und Gadderbaum wurden am Donnerstag während der ersten Sitzungen 2017 darüber informiert, welche baulichen Veränderungen an den Unfallschwerpunkten Niederwall/Altstädter Kirchplatz, Feilenstraße und Oelmühlen-/Oldentruper Straße erfolgen sollen. Am Übergang Niederwall in Höhe Altstädter Kirchplatz soll der Fußgängerüberweg eingeengt und beleuchtet werden.

Auf der Feilenstraße zwischen Mindener Straße und Willy-Brandt-Platz läuft zur Zeit ein Verkehrsversuch. Dort wurden drei Inselköpfe als zusätzliche Überquerungshilfe für Fußgänger provisorisch im April 2016 aufgeklebt. Das Problem: Diese Inselköpfe wurden von Autofahrern beschädigt, der Aufwand der Instandhaltung sei erheblich. Jetzt sollen Verkehrszähler aufgehängt und Kameras eingesetzt werden, um die Situation noch besser analysieren zu können.

Kreuzung seit mehr als zehn Jahren im Fokus

Die Kreuzung Oelmühlen-/Oldentruper Straße/Prießallee stehe seit mehr als zehn Jahren regelmäßig auf der Tagesordnung der Unfallkommission. Nachdem im Dezember 2015 Geradeausfahrer und Linksabbieger getrennte Ampelsignale bekommen würden, sei die Anzahl der Unfälle, verursacht durch falsches Linksabbiegen, zurück gegangen. Dass die Bezirksvertretung Mitte im September 2016 wiederum beschlossen habe, den alten Zustand (Fahrspurenbeschriftung geradeaus/rechts, Geradeaus/links) wieder einzuführen, werde keine Folgen habe. Die Unfallkommission lehnt eine Umsetzung ab, denn man schätze »den Sicherheitsaspekt im Straßenverkehr höher ein als den Wunsch nach einem zügigeren Verkehrsfluss«.

Übersicht weiterer Unfallschwerpunkte

Jöllenbecker-/Mindener Straße, August-Bebel-/Paulusstraße, Heeper Straße/Otto-Brenner-Straße, Artur-Ladebeck-Straße/Haller Weg, Artur-Ladebeck-Straße/Ellerbrocks Hof, Artur-Ladebeck-Straße/Zufahrten Marktkauf, Senner-/Düsseldorfer Straße, Eckendorfer Straße, Oldentruper-/Hillegosser Straße, Schildescher-/Nowgorodstraße, An der Reegt, Ditfurthstraße/Am Kattenkamp, Kurt-Schumacher-Straße Höhe Bültmannshofsschule, Schloßhof-/Weststraße. Empfohlen werden unter anderem bessere Beleuchtung, Vergrößerung von Aufstellflächen, Überwege, aber auch verstärkte Polizeikontrollen.

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