Die Eurobahn nimmt alle Verbindungen in der Region wieder auf Nach Fahrplan

Bielefeld (WB/bex). Nach umfänglichen Zugstreichungen wegen kranker Lokführer will die Eurobahn von Montag an wieder nach Plan fahren. Das hat das Verkehrsunternehmen am Freitag mitgeteilt.

Seit dem 27. Dezember waren Verbindungen von Münster, Rahden und Hamm nach Bielefeld sowie zwischen Paderborn und Münster ausgefallen – täglich bis zu drei Fahrten je Richtung. Der Krankenstand sei nicht mehr so drastisch hoch wie zuvor, sagte eine Sprecherin dem WESTFALEN-BLATT.

Zudem rechnet die Eurobahn mit mindestens 20 neuen Lokführern, die bis Mai weitere Entlastung bringen sollen. Außerdem liefen ständig Bemühungen, neues Personal zu rekrutieren, sagte die Sprecherin der Eurobahn-Muttergesellschaft Keolis, die zur französischen Staatsbahn SNCF gehört. Für die Eurobahn sind 200 Lokführer im Einsatz. Von den Streichungen betroffene Fahrgäste mit Monats-/Jahresabonnements sollen vom Unternehmen »angemessen entschädigt« werden.

Nach eigenen Angaben hatte die Privatbahn seit Oktober mit Krankenständen zu kämpfen, die in der Spitze das dreifache der durchschnittlichen Krankenquote betragen hatten. Weil immer wieder Züge ausgefallen oder verspätet waren, steht die Eurobahn in der Kritik. Nach Angaben des Nahverkehrsverbundes Westfalen-Lippe (NWL) hatte dies bereits »zu erheblichen Sanktionen zu Lasten des Unternehmens« geführt. Wenn ein Zug nicht fährt, zahlt der Auftraggeber nicht. Hinzu kommen Vertragsstrafen. Die Eurobahn will dem NWL bei einem für den 24. Januar vereinbarten Termin seine Maßnahmen zur Verbesserung der Verlässlichkeit vorstellen, unter anderem eine Zwei-Millionen-Euro-Investition in ein Ausbildungsprogramm.

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