Rolf Kanies spielt in Serie »Einstein« den Chef der Bochumer Mordkommission Neuer Sat 1-Krimi: Bielefelder geht auf Verbrecherjagd

Bielefeld (WB). Bei Krimiproduzenten ist der Bielefelder Rolf Kanies ein gefragter Charakterdarsteller: Er wirkte schon in TV-Reihen wie »Tatort«, »Polizeiruf 110« oder »Wilsberg« mit. In der neuen Sat-1-Krimiserie »Einstein« spielt der 59-Jährige den Chef der Bochumer Mordkommission.

Von Stefan Biestmann
Stefan Tremmel (Rolf Kanies/Mitte) hat bei der Bochumer Mordko mmission das Sagen. Physiker Felix »Einstein« Winterberg (Tom Beck) und Kommissarin Elena Lange (Annika Ernst) helfen ihm.
Stefan Tremmel (Rolf Kanies/Mitte) hat bei der Bochumer Mordko mmission das Sagen. Physiker Felix »Einstein« Winterberg (Tom Beck) und Kommissarin Elena Lange (Annika Ernst) helfen ihm. Foto: Wolfgang Ennenbach/Sat 1

Am Dienstag, 10. Januar, um 20.15 Uhr startet die zehnteilige Serie. Im Mittelpunkt steht der Physik-Professor Felix Winterberg (Tom Beck), der auf den Spitznamen »Einstein« hört. Er ist Ururenkel des berühmten Physikers Albert Einstein und unterstützt die Polizei bei der Jagd nach Verbrechern.

Der von Rolf Kanies gespielte Stefan Tremmel profitiert als Leiter der Mordkommission von »Einsteins« Hilfe. »Tremmel ist sehr eitel und will unbedingt Karriere machen. Ihm ist fast jedes Mittel recht, um den Täter zu fassen«, berichtet Rolf Kanies. »Andererseits kann er sehr warmherzig und mitfühlend sein.« Natürlich sei Tremmel nicht ansatzweise so intelligent wie der Physik-Professor. »Aber es ist reizvoll für mich, den ›dummen August‹ zu spielen«, sagt Kanies lächelnd.

Besondere Verbindung zu Bochum

Erst einmal habe der Bielefelder den Leiter einer Mordkommission gespielt: in dem TV-Film »Das Geheimnis im Wald«, in dem Oscar-Gewinner Christoph Waltz den Täter verkörperte. »Das war eine sehr ernste Geschichte«, erinnert sich Kanies. »Bei Einstein dagegen geht es herrlich schräg zu. Es sind absurde und trotzdem real mögliche Fälle – mit vielen komischen Elementen.«

Der Sat1-Krimi spielt in Bochum, auch wenn die meisten Szenen in Köln gedreht werden. Zu Bochum hat der gebürtige Bielefelder Kanies, der heute in Berlin lebt, eine besondere Verbindung. »Es ist keine wirklich schöne Stadt, aber die Bochumer sind herzliche Menschen, die immer geradeaus sind. Ich mag Bochum sehr, zumal ich dort vier Jahre lang Schauspiel an der damaligen Westfälischen Schauspielschule studiert habe.«

Auftritt im Kinofilm »Der Untergang«

Rolf Kanies spielte nach dem Besuch der Schauspielsuche zunächst vor allem Theater. Erst im Alter von 40 Jahren war er im Fernsehen zu sehen. Anschließend folgten weit mehr als 100 Rollen in Kino- und TV-Produktionen. Unter anderem wirkte er als General Krebs in Bernd Eichingers Kinohit »Der Untergang« mit. Auch im Kinofilm »Anonyma« und im TV-Erfolg »Rommel« war er mit von der Partie.

Im Jahr 2015 war er im Sat1-Film »Einstein« zu sehen. Da mehr als 3,3 Millionen Zuschauer einschalteten, entschloss sich Sat1, daraus eine Serie zu entwickeln. Bei guten Einschaltquoten ist eine Fortsetzung wahrscheinlich. Auch Rolf Kanies setzt seine Reihe von Auftritten in TV-Krimis fort: So ist er bald in einer Doppelfolge des ZDF-Krimis »Der Kriminalist« zu sehen, im Frühjahr beginnen die Dreharbeiten für eine weitere Folge der ARD-Reihe »Die Diplomatin« mit Natalia Wörner. Rolf Kanies bleibt also auch in diesem Jahr ein gern gesehener Gast in deutschen Krimis.

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