Tourauftakt vor 2000 Besuchern in Bielefeld »The Voice«-Gewinner Tay Schmedtmann singt in der Stadthalle

Bielefeld (WB/mdm). Wochenland war der Steinhagener Tay Schmedtmann im Fernsehen zu sehen, am Dienstagabend konnten seine Fans ihn dann endlich auch in seiner Heimatregion OWL live auf der Bühne sehen.

Tay Schmedtmann steht im Rampenlicht.
Tay Schmedtmann steht im Rampenlicht. Foto: Mike-Dennis Müller

Viel Kunstnebel, sanftes Scheinwerferlicht und eine starke Stimme: Mit dem Song »Human« von Rag’n’Bone Man eröffnete der 20-Jährige Gewinner der Castingshow »The Voice« das Konzert in der Bielefelder Stadthalle. War die mittlerweile obligatorische Tour mit den Finalisten der Sendung zuletzt noch mit Manga-Mädchen Jamie-Lee Kriewitz in der Seidenstickerhalle zu Gast, wurde es in der kleineren Stadthalle dieses Jahr schon deutlich voller. Mit fast 2000 Zuschauern war die Show sogar fast ausverkauft. Es war ein gelungener Auftakt der Tour, die noch bis Ende Januar durch 20 weitere Städte führt.

Im Bielefelder Publikum dürften nicht nur neue Anhänger des Nachwuchssängers gesessen haben, sondern auch viele Freunde, Familie und Ostwestfalen, die ihn vielleicht irgendwo schon mal getroffen haben.

Während des gesamten Konzertes ließ Schmedtmann keinen Zweifel daran, dass er den Sieg verdient hatte. Dennoch konnten auch die anderen Finalisten – Marc Amacher und Boris Alexander Stein – sowie die zwei Wildcard-Gewinner Lucie Fischer und Stanislav Schurins zeigen, was in ihnen steckt. Finalist Robin Resch war krank und konnte nicht dabei sein. Fischer überzeugte indes mit einer starken Interpretation von Emeli Sandés »Next To Me«. Gemeinsam liefen die Stimmtalente zu Hochform auf. Titel wie »Cake By The Ocean« oder »Chasing Cars« und »Use Somebody« klangen bei ihn lebhaft und frisch.

Dennoch: Große Kunst ist das alles leider nicht. Das musikalische Potpourri bleibt frei von einer klaren Linie. Über das typische Nachsingen von bekannten Liedern, wie es schon im Fernsehen zu sehen und hören war, geht es nicht hinaus. Kaum eigene Akzente setzen die jungen Sänger und die Band bleibt nur bei den wenigsten Titeln auf Augenhöhe mit den Originalen.

Es bleibt abzuwarten, mit welchen eigenen Songs Tay Schmedtmann künftig versuchen will, die Charts zu erobern. An seiner Stimme sollte es nicht scheitern. Und auch die Fangemeinde scheint bereit auf solider Basis zu stehen.

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