Predigt am Sonntag in der Bielefelder Süsterkirche Präses Kurschus: Gott ist auch in Aleppo und in Berlin

Bielefeld (epd). Angesichts von Gewalt und Terrorismus hat die westfälische Präses Annette Kurschus auf die Nähe Gottes verwiesen. Gott sei auch in Aleppo und in Berlin, in jeder zerstrittenen Familie und bei jedem geflüchteten Menschen, dem Hass und Gewalt entgegenschlage, sagte Kurschus in ihrer Predigt am Sonntag in der Bielefelder Süsterkirche.

Präses Annette Kurschus.
Präses Annette Kurschus. Foto: Evangelische Kirche von Westfalen

Gott sei da und halte bis zum Ende mit aus. »Gott bleibt in der Welt – auch durch gewaltsames Sterben hindurch«, unterstrich Kurschus, die auch stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen von Deutschland (EKD) ist. Dafür stehe der Tod Jesu am Kreuz. Das sei nicht das Ende geblieben, sondern ein neuer Anfang geworden.

Weil Gott schutzlos, hilflos und unter ungesicherten Verhältnissen Mensch werde, sei er nahe bei den schutzlosen und hilflosen Menschen, sagte die leitende Theologin der viertgrößten Landeskirche. Gott komme dahin, wo die Menschen schwach seien und auf Solidarität und Liebe angewiesen seien. »Gott will darin Gott sein, dass er da ist, wo wir sind.«

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