Erste Bielefelder Ausstellung 2017 über Philip Johnson Kunsthalle ehrt ihren Architekten

Bielefeld (WB/bp). 2018 feiert die Kunsthalle 50-Jahre-Jubiläum, aber bereits 2017 wird Philip Johnson, dem Architekten des Hauses, eine Ausstellung gewidmet. »Partners in Design: Alfred H. Barr Jr. und Philip Johnson. Bauhaus­pioniere in Amerika« wird am 25. März eröffnet.

Philip Johnson (1906-2005) gab der Kunsthalle ihre markante Gestalt. Der Amerikaner wurde von der Bauhaus-Ästhetik geprägt, die 2019 das 100. Jubiläum feiert – Bielefeld ehrt ihn schon jetzt.
Philip Johnson (1906-2005) gab der Kunsthalle ihre markante Gestalt. Der Amerikaner wurde von der Bauhaus-Ästhetik geprägt, die 2019 das 100. Jubiläum feiert – Bielefeld ehrt ihn schon jetzt.

Friedrich Meschede, Direktor der Kunsthalle, findet es naheliegend, die Ausstellung »Partners in Design« (bis 23. Juli) nach Bielefeld zu holen. Im Vorlauf des Jubiläums und im Hinblick auf das 100-jährige Bestehen des Bauhauses 2019 seien Ausstellung und Katalog ein wichtiger Beitrag, um die vom Bauhaus ausgehende Verbreitung der Moderne in Architektur und Design bewusst zu machen.

Philip Johnson (1906-2005).

Am 11. November wird »Der böse Expressionismus – Trauma und Tabu« eröffnet (bis 11. März 2018). Der Maler Ernst Ludwig Kirchner notierte: »Wir wollen die Bürger nicht unterhalten, wir wollen ihnen ihr bequemes, ernst-erhabenes Weltbild tückisch demolieren.« Die Kunsthalle will die Brisanz der Arbeiten der Expressionisten zeigen, die heutzutage drohe, »im Wohlgefallen zu verschwinden«.

Noch nicht bekannt sind die Besucherzahlen 2016. Im April, Mai und August war der Eintritt frei, weil Sponsoren die Eintrittskarten zahlten. In die Bilanz des Jahres 2015 wiederum fließen jene 8000 Besucher ein, die dank der Sponsoren freien Eintritt hatten. Der städtische Beteiligungsbericht gibt die Besucherzahl mit 50 141 an (2014: 55.842; 2013: 49.863).

Noch bis zum 5. März würdigt die Kunsthalle Hans Hofmann. Geschlossen ist die Schau nur am 24. und am 31. Dezember.

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