Handelsblatt: Carl Ferdinand Oetker rückt neu in den Beirat des Bielefelder Familienunternehmens ein Christmann offenbar Favorit für die Spitze von Dr. Oetker

Bielefeld (WB/in). »Der Beirat der Unternehmensgruppe von Dr. Oetker hat einen Fahrplan, der festlegt, wann über die Nachfolgefrage für Richard Oetker entschieden wird. Vorher ist jede Meldung Spekulation.« Mit diesen Worten kommentierte Pressesprecher Dr. Jörg Schillinger am Donnerstag einen Bericht des »Handelsblatts«, wonach es mehr oder weniger feststehe, dass Finanzchef Albert Christmann am 1. Januar 2017 das Ruder übernehmen werde.

Albert Christmann während der Bilanzpressekonferenz Anfang Juli in Bielefeld.
Albert Christmann während der Bilanzpressekonferenz Anfang Juli in Bielefeld. Foto: Oliver Schwabe

Gleichzeitig könnte Carl Ferdinand Oetker, Sohn von Rudolf August Oetker aus der dritten Ehe mit Maja Oetker, als Geschäftsführer in die Unternehmensleitung einrücken. Diese Spekulation ist nicht neu.  Anfang der Woche hatten bereits der »Spiegel« und das »WESTFALEN-BLATT« berichtet.

Im Hintergrund des Personalstreits stehen widerstrebende Interessen der Kinder aus Rudolf August Oetkers drei Ehen. Schon vor Richard Oetkers Ernennung war Alfred Oetker, der ältere Bruder von Carl Ferdinand Oetker, als Nachfolger von August Oetker genannt worden. Heute sitzt er an der Seite von August Oetker, dem Vorsitzenden des Aufsicht führenden Gremiums, im Beirat. Dieser tagte zuletzt im Juni. Die nächste Sitzung soll im September stattfinden. Richard Oetker, der wie August und Christian sowie Bergit Gräfin Douglas aus der zweiten Ehe stammt, wird am 31. Dezember 2016 altersbedingt seinen Posten als Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung abgeben.

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