Rückt statt Alfred der Bruder Carl Ferdinand in die Geschäftsleitung? Neue Gerüchte um Oetker

Bielefeld (WB/in). Die Frage, wer Ende des Jahres Richard Oetker (65) als Chef des Bielefelder Familienunternehmens folgen wird, bleibt in der Schwebe. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins »Der Spiegel« sind die Versuche, im Vorfeld der jüngsten Beiratssitzung im Juni eine Einigung zwischen den Familienstämmen herbeizuführen, gescheitert.

Ferdinand Oetker (rechts) bei der Hochzeit von Reinhard Zinkann mit Mutter Maja sowie Bruder Alfred und dessen Ehefrau, Prinzessin Elvira Grimaldi di Nixima-Oetker.
Ferdinand Oetker (rechts) bei der Hochzeit von Reinhard Zinkann mit Mutter Maja sowie Bruder Alfred und dessen Ehefrau, Prinzessin Elvira Grimaldi di Nixima-Oetker. Foto: Wolfgang Wotke

Nach bisherigen Informationen bevorzugen die Kinder aus den ersten beiden Ehen des 2007 verstorbenen Firmenpatriarchen Rudolf August Oetker – Rosely Schweitzer, Bergit Gräfin Douglas, August, Christian und Richard Oetker – unterm Strich eine externe Lösung mit dem derzeitigen Finanzchef Albert Christmann (53) an der Spitze. Versuche der Kinder aus der dritten Ehe mit Maja Oetker – Alfred, Carl Ferdinand und Julia – Alfred Oetker (49) auf diesem Posten zu etablieren, hatten bislang keinen Erfolg. Unter der Vermittlung eines externen Schiedsgerichts wurde Al­fred immerhin an der Seite August Oetkers stellvertretender Beiratsvorsitzender. Dieses Amt müsste er allerdings aufgeben, um in die Geschäftsleitung einzurücken.

Laut »Spiegel« legt der aus der Zeit Rudolf August Oetkers stammende Gesellschaftervertrag sinngemäß fest, dass stets mindestens ein Familienmitglied der Konzernleitung angehören soll. Die Aufgabe, so spekuliert das Magazin, könnte auch Carl Ferdinand (43), der jüngere Bruder Alfreds, übernehmen. Er betreute bis Ende 2015 Privatkunden des zu Oetker gehörenden Bankhauses Lampe. Das nächste Mal tagt der Oetker-Beirat im September.

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