Nächtlicher Rohrbruch unter Gehweg vor dem Obersee 100.000 Liter Wasser fluten Straße

Bielefeld(WB/hz). Der Obersee hat in der Nacht zum Mittwoch Zuwachs bekommen – zumindest kurzzeitig. Direkt unter dem Gehweg vor Bielefelds bekanntestem Gewässer riss gegen 2 Uhr eine 20 Zentimeter starke Wasserleitung. »Beim Rohrbruch sind etwa 100 000 Liter Wasser ausgelaufen«, sagte Stadtwerke-Sprecherin Yvonne Liebold. Die Talbrückenstraße in Höhe des ersten Parkplatzes am Obersee (in Fahrtrichtung Viadukt gesehen) verwandelte sich plötzlich einen schlammigen kleinen See. Erdreich aus dem unterspülten Gehweg floss auf den Asphalt, die Gehwegplatten sackten ein.

Blick auf die gerissene Wasserleitung.
Blick auf die gerissene Wasserleitung. Foto: Jens Heinze

Um 2.11 Uhr erfuhr die Leitstelle der Polizei vom Rohrbruch, gegen 2.25 Uhr rückten Notdienstmitarbeiter der Stadtwerke aus. Die defekte Wasserleitung, die die Häuser am Obersee mit dem lebenswichtigen Nass versorgt, wurde abgeschiebert und damit trocken gelegt. Für die betroffenen Bewohner errichteten die Stadtwerke-Mitarbeiter gut 50 Meter neben der Rohrbruchstelle in Richtung Schildescher Ortskern auf dem rechten Gehweg eine provisorische Wasserstelle. Insgesamt seien die Bewohner von neun Häusern an der Talbrückenstraße zwischen den Hausnummern 43 und 60 vom Rohrbruch betroffen gewesen, sagte Stadtwerke-Sprecherin Liebold.

Ein vierköpfiges Team um Bauleiter Alexander Peters von der Sennestädter Niederlassung der Firma Dahmen war am frühen Mittwoch von 3.30 Uhr an bis zum Mittag im Einsatz, um im Auftrag der Stadtwerke das defekte Wasserrohr wieder zu flicken. »Keine leichte Arbeit«, meinte Bauleiter Peters und meinte damit nicht nur die schweißtreibende Arbeit bei bereits 30 Grad im Schatten am Vormittag. Neben der Wasserleitung in zwei Metern Tiefe verlaufen an der Talbrückenstraße zwei Gas- und eine Stromleitung. Greift der Kleinbagger des Bautrupps zu tief in das feuchte Erdreich, gibt es neben dem defekten Wasserrohr weitere Schäden an der Gas- oder Stromversorgung.

Nachdem der Bautrupp das Erdreich über der Wasserleitung weggeräumt hat, wird auch der Grund für den Rohrbruch sichtbar. Ein gusseisernes Flanschstück ist gerissen. »Das liegt bestimmt seit 50 Jahren unter der Erde«, schätzte Bauarbeiter Bernhard Kownatzki. Fazit: Das Rohr wird auf etwa zwei Metern Länge ausgetauscht.

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