Studierendenwerk appelliert – Wohnungsmarkt angespannt Gesucht: private Studentenbuden

Bielefeld (WB). Der Markt bezahlbarer Wohnungen ist angespannt, und das trifft auch Studenten. »Sie werden bei der Zimmersuche mehr Geduld aufbringen müssen«, sagt Sigrid Schreiber, kommissarische Geschäftsführerin des Studierendenwerkes Bielefeld.

Von Sabine Schulze
Ein Hingucker: der Verwaltungsbau des Studierendenwerkes an der Voltmannstraße – hier ein Archivbild.
Ein Hingucker: der Verwaltungsbau des Studierendenwerkes an der Voltmannstraße – hier ein Archivbild. Foto: Thomas F. Starke

Das will den Fokus in den kommenden Jahren verstärkt auf die Wohnraumversorgung der angehenden Akademiker legen. Etwa drei Semester müssen Studenten, die sich um einen Platz in einem der Wohnheime des Studierendenwerkes bewerben, warten. 2671 Plätze hält das Studierendenwerk derzeit vor, davon entfallen 247 auf Detmold beziehungsweise Minden. Durch Mieteinnahmen wurden im vergangenen Jahr 7,389 Millionen Euro erzielt.

Allerdings ist geplant, das Wohnheim an der Stennerstraße in Babenhausen mit insgesamt 227 Plätzen zum Jahresende abzureißen und durch einen Neubau mit anderem Konzept zu ersetzen. Diese Plätze werden also auch einige Semester lang fehlen. Das werde, so Schreiber im Geschäftsbericht für 2015, zusätzlich für einen Engpass sorgen. Ziel sei, für den Dauer der Baumaßnahmen zusätzlich Wohnraum anzumieten. Andererseits wird das sanierte Wohnheim an der Jakob-Kaiser-Straße bis November abschnittsweise wieder bezogen.

Das größte Studentenwohnheim an der Morgenbreede hat 419 Plätze. Insgesamt gibt es allein an der Morgenbreede 643 Wohnheimplätze, weitere 516 an der Universitätsstraße und 296 in der »Orangenkiste« an der Arndtstraße. Im Berichtszeitraum gab es insgesamt in den Wohnheimen 1725 Aus- und Einzüge, die Auslastung liegt stets hoch bei 99 Prozent.

Weil Studentenbuden knapp sind, appelliert das Studierendenwerk an die Bielefelder, privaten Wohnraum zur Verfügung zu stellen, um den wachsenden Bedarf zu decken. In einer festen Rubrik auf der Homepage (www.studierendenwerk-bielefeld.de) wird ständig über die aktuellen privaten Angebote informiert.

Wohnungsangebote nimmt das Studierendenwerk unter der Mail­adresse wohnen@stwbi.de entgegen. Besonders dankenswert wäre es, wenn Vermieter zusätzlich angeben würden, ob sie mit ihren Mietern auch in englischer Sprache kommunizieren können. »Ausländische Studierende haben es erfahrungsgemäß besonders schwer, für die Zeit ihres Studiums hier eine Bleibe zu finden«, sagt Annette-Vormbrock-Reinert vom Studierendenwerk.

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