Staatsschutz ermittelt gegen Imam Moscheeverein offen für Gespräche

Bielefeld (WB/sb). Trotz der Forderungen des Integrationsrats, den umstrittenen Imam vorerst zu suspendieren, will der Moscheeverein »Verein für islamische Erziehung und Kultur« weiter an dem Prediger festhalten. »Wir werden die Ruhe bewahren und sehen momentan kein Signal, handeln zu müssen. Wir warten erst einmal die polizeilichen Ermittlungen ab«, sagt ein Vorstandsmitglied, das anonym bleiben möchte.

Die Masjid-Tauhid-Moschee an der August-Bebel-Straße
Die Masjid-Tauhid-Moschee an der August-Bebel-Straße Foto: Christina Falke

Wie berichtet, will ein syrischer Flüchtling mitbekommen haben, dass der marokkanische Prediger in der Moschee an der August-Bebel-Straße zum »Kampf gegen Ungläubige« aufgerufen hat. Der Staatsschutz ermittelt, der Verein bestreitet die Vorwürfe. Der Inte­grationsrat hatte im WESTFALEN-BLATT eine Suspendierung des Predigers gefordert.

»Aber wir handeln erst, wenn alle Tatsachen auch auf dem Tisch liegen«, sagt das Vorstandsmitglied des Moschee-Vereins. Auf das Angebot des Integrationsrats zu einem Dialog will der Verein dagegen nach eigenen Angaben eingehen. »Wir sind jederzeit offen für Gespräche.«

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