Untersuchung am Severing-Berufskolleg – Feuerwehramt: »keinerlei Gefahr« Blindgänger-Suche ist Routine-Kontrolle

Bielefeld (WB/bp). Seit mehreren Monaten ist bei der Stadt bekannt, dass es unter zwei Gebäudeteilen des Carl-Severing-Berufskollegs sogenannte Verdachtsstellen gibt, an denen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg liegen könnten. Ob das tatsächlich zutrifft, sollen Sondierungsarbeiten während der Ferien klären.

Carl-Severing-Berufskolleg
Carl-Severing-Berufskolleg Foto: Starke

Christiane Krumbholz, Abteilungsleiterin im Feuerwehramt und dort unter anderem für den Bevölkerungsschutz zuständig, betont: »Das ist Routine, ein normaler Vorgang.« Weil kein Zeitdruck bestehe, habe man mit den Sondierungsarbeiten extra bis zu den Ferien gewartet, um den Schulbetrieb nicht zu beeinträchtigen. Sie betont ausdrücklich: »Es besteht keinerlei Gefahr.«

Bei Eingriffen in den Boden, etwa bei Neubauten, würden generell Luftbilder ausgewertet, die die Alliierten 1944 und 1945 über Bielefeld gemacht hätten. Diese Aufnahmen ständen aber erst seit 1999 zur Verfügung. Christiane Krumbholz: »Deshalb kann es sein, dass vorher Gebäude errichtet wurden, Verdachtsstellen erst ausgemacht werden, wenn Sanierungs- oder Neubauarbeiten anstehen.« So soll die Werkstatt Metall und Elektro 2017 für etwa 1,8 Millionen Euro neu gebaut werden.

Christiane Krumbholz sagt, dass derartige Sondierungen »mehrmals pro Monat« vorkämen – dass ein Blindgänger gefunden würde, sei möglich, aber eher die Ausnahme. Im Carl-Severing-Berufskolleg sollen Löcher in den Kellerboden gebohrt werden, um für Klarheit zu sorgen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.