Prediger soll »Kampf gegen Ungläubige« gepriesen haben – Verein kontert Vorwürfe Staatsschutz ermittelt gegen Imam

Bielefeld (WB/sb). Ein Imam aus Marokko soll in einer Bielefelder Moschee den »Heiligen Krieg« (Dschihad) gepriesen und zum Kampf gegen Ungläubige aufgerufen haben. Der Staatsschutz der Polizei ermittelt, der Moschee-Verein weist die Vorwürfe entschieden zurück.

In dieser Moschee in einem Hinterhof an der August-Bebel-Straße soll ein Imam den Dschihad gepriesen haben.
In dieser Moschee in einem Hinterhof an der August-Bebel-Straße soll ein Imam den Dschihad gepriesen haben. Foto: Falke

Der Vorfall soll sich vor mehr als drei Wochen in der Masjid-Tauhid-Moschee an der August-Bebel-Straße 43 abgespielt haben – so berichtet es zumindest ein Flüchtling. Der Mann, der nach WESTFALEN-BLATT-Informationen aus Syrien stammt, hat diesen Vorfall der Polizei gemeldet. »Die eingegangenen Hinweise werden ernst genommen«, betont Polizeisprecher Michael Kötter. Allerdings sei die »Glaubwürdigkeit der Informationen teilweise als schwierig zu bewerten«, sagt Kötter. »Zum einen sind die Angaben nicht präzise genug, um sie zu verifizieren – zum anderen bestehen teilweise auch Sprachbarrieren oder Verständigungsprobleme.« Der Flüchtling sei zudem bislang der einzige Hinweisgeber.

Betreiber der Moschee in einem Hinterhof an der August-Bebel-Straße ist der »Verein für islamische Erziehung und Kultur«. »An den Vorwürfen ist nichts dran«, sagt ein Vorstandsmitglied auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage, das anonym bleiben will. Der Verein sei in Bielefeld seit mehr als 30 Jahren verwurzelt und der Imam sei seit mehr als einem Jahr in der Gemeinde aktiv. »Bislang hat es keine Klagen über ihn gegeben«, sagt er. Der Imam solle vorerst im Amt bleiben.

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