Entscheidung soll spätestens nächste Woche fallen – Veranstalter sucht noch Sponsoren EM-Party auf dem Kesselbrink rückt näher

Bielefeld (WB). Das von einer bayerischen Veranstaltungsagentur geplante »Public Viewing« zur Fußball-EM auf dem Kesselbrink wird immer wahrscheinlicher. Spätestens in der nächsten Woche soll eine Entscheidung fallen.

Von Stefan Biestmann
Die Veranstaltungsagentur Space Enterprises will zur EM-Party auf dem Kesselbrink täglich bis zu 5000 Besucher versammeln.
Die Veranstaltungsagentur Space Enterprises will zur EM-Party auf dem Kesselbrink täglich bis zu 5000 Besucher versammeln. Foto: dpa/Symbolfoto

»Wir sind nach den Gesprächen mit der Stadt sehr optimistisch, dass es klappt. Uns fehlen nur noch ein bis zwei Genehmigungen«, berichtet Diana Foster, Projektleiterin beim Münchner Unternehmen Space Enterprises. Bei den noch offenen Fragen geht es nach WESTFALEN-BLATT-Informationen unter anderem noch um das vom Veranstalter erstellte Sicherheitskonzept sowie mögliche Hindernisse für den Kesselbrink-Markt.  Wie berichtet, hat der städtische Immobilienservicebetrieb den Platz bereits vom 10. Juni bis 10. Juli für die EM-Party vorsorglich reserviert.

Space Enterprises betont, dass für das Unternehmen die Zeit dränge. »Wenn wir in der nächsten Woche noch keine Rückmeldung haben, müssen wir Druck machen«, sagt Dana Foster. Auch die Finanzierung der Veranstaltung sei noch »nicht hundertprozentig« gesichert. »Wir suchen noch Sponsoren«, sagt Diana Foster. Die Pläne des Unternehmens sind ambitioniert. Space Enterprises plant die EM-Party mit dem Namen »Kultour Anpfiff 2016« in verschiedenen deutschen Städten. Neben Bielefeld soll es die Open-Air-Veranstaltung in Kassel, München, Potsdam, Augsburg und Hannover geben. Die Planungen seien in diesen Städten schon weit fortgeschritten, betont Diana Foster. In Kassel, Hannover, München und Potsdam hatte Space Enterprises schon bei der WM 2014 EM-Partys veranstaltet.

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Es gibt ein städtisches Interesse, den Kesselbrink positiv zu beleben.

Martin Knabenreich, Geschäftsführer Bielefeld Marketing

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Auch Martin Knabenreich, Geschäftsführer der Bielefeld Marketing GmbH, erwartet in Kürze eine Entscheidung zum Public Viewing. Er hatte bereits im WESTFALEN-BLATT betont, dass die Bielefeld Marketing GmbH keine aktive Rolle übernehmen werde. Er sagt aber: »Es gibt ein städtisches Interesse, den Kesselbrink positiv zu beleben.« Zudem sei es zu begrüßen, dass es ein Unternehmen wage, so eine Großveranstaltung zu stemmen, sagt Knabenreich.

Das Unternehmen Space Enterprises plant, auf dem Kesselbrink eine 20 Quadratmeter große LED-Wand aufzustellen. Der Eintritt soll möglicherweise frei sein. »Es kann aber sein, dass wir eventuell eine Sicherheitsgebühr erheben«, sagt Dana Foster. Sie rechnet allein bei den Deutschland-Spielen mit bis zu 5000 Besuchern, bei anderen Begegnungen mit 500 Fans.

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