Große Holzhütte geht in der Nacht zum Dienstag in Flammen auf – Ursache unbekannt 80 Vögel sterben bei Gartenlaubenbrand

Bielefeld (WB/hz). Um die 80 Kanarien-, Ziervögel und gefiederte Exoten sind beim Brand einer großen Gartenlaube getötet worden. Die Flammen auf dem Gelände der Kleingartenkolonie Höner-Drewer an der Straße Am Johannisbach brachen in der Nacht zum Dienstag aus.

In diesem Gartenhaus sind 80 Ziervögel verendet.
In diesem Gartenhaus sind 80 Ziervögel verendet. Foto: Hans-Werner Büscher

Die Ursache für das Feuer in Theesen direkt an der Stadtteilgrenze zu Schildesche ist bislang unbekannt, bestätigten Feuerwehr-Einsatzleiter Jörn Bielinski und Polizeisprecherin Hella Christoph.

Sowohl ein technischer Defekt – die zerstörte Laube von Vogelzüchter Rainer Aust hatte offenbar als einzige Hütte der 56 Parzellen großen Anlage einen Stromanschluss – als auch Brandstiftung seien möglich.

Schaden zwischen 10.000 und 12.000 Euro

Die Ermittlungen dazu werden jetzt vom Kriminalkommissariat 11 geführt. Der Schaden wird auf 10.000 bis 12.000 Euro geschätzt.Um 21.17 Uhr am Montagabend ging ein Notruf aus der Nachbarschaft in der Feuerwehr-Leitstelle ein: es brennt in der Kleingartenkolonie Höner-Drewer.

25 Einsatzkräfte von der Berufsfeuerwehr (Hauptwache, Wache West und Wache Nord) und von der freiwilligen Löschabteilung Theesen rückten mit acht Fahrzeugen zur Brandstelle aus.

»Bei unserem Eintreffen brannten das Dach und der Boden der großen Holzhütte bereits in voller Ausdehnung«, berichtete Feuerwehr-Einsatzleiter Jörn Bielinski. Drei Angriffstrupps gingen mit Wasser aus C-Rohren gegen die Flammen vor.

25 Vögel gerettet

Bei den Löscharbeiten entdeckten die Feuerwehrleute um die 100 Ziervögel im Inneren der Gartenlaube. Die Retter konnten noch etwa 25 der in großen Volieren sitzenden Tiere einfangen, in transportable Kleinkäfige umsetzen und ins Freie tragen. Die übrigen Vögel kamen in den Flammen ums Leben.

Die aufwändigen Arbeiten waren für die Feuerwehrleute erst um kurz nach Mitternacht beendet. Wie Einsatzleiter Bielinski sagte, habe man mit Hilfe einer Wärmebildkamera unter anderem im Boden der Gartenlaube versteckte Brandherde entdeckt und bekämpft. Um ein erneutes Auflodern von Flammen zu verhindern, sei die Holzhütte mit Säge, Einreißhaken und Brechwerkzeug zerlegt und gründlich abgelöscht worden.

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