864 Schüler, Lehrer und Mitarbeiter fahren mit 15 Bussen zum Wissenschaftsmuseum »Phaeno« in Wolfsburg Laborschule geht auf große Tour

Bielefeld (WB). Svea, Lucy und Josie haben den Überblick. Ausgerüstet mit Warnwesten und Klassenlisten fangen sie die Menschenmassen ab, die aus der Laborschule strömen. Montagmorgen, 7.30 Uhr, Aufbruch zu einem außergewöhnlichen Ausflug: Die Laborschule fährt ins Museum »Phaeno« nach Wolfsburg – alle 864 Schüler, Lehrer und Mitarbeiter.

Von Hendrik Uffmann
Selina (von links), Emily, Hanna, Leona und Emil freuen sich, dass es losgeht. Zusammen mit insgesamt 864 Schülern, Lehrern und Verwaltungsmitarbeitern steigen sie ab 7.30 Uhr in die Busse, um nach Wolfsburg zu fahren.
Selina (von links), Emily, Hanna, Leona und Emil freuen sich, dass es losgeht. Zusammen mit insgesamt 864 Schülern, Lehrern und Verwaltungsmitarbeitern steigen sie ab 7.30 Uhr in die Busse, um nach Wolfsburg zu fahren. Foto: Uffmann

Für Svea, Josie und Lucy (alle 13) bedeutet dies, dass sie jede der Gruppen zum richtigen Bus dirigieren müssen. Jede Menge Arbeit, »aber das ist alles gut durchorganisiert«, sagt Svea. Und eine Fahrt in dieser Dimension, »das ist echt cool«, finden die drei.

Logistik-Chef ist Thorsten Smith, der als Lehrer der Laborschule auch die Idee zu der Bildungsreise für die gesamte Schule hatte. »Das Phaeno ist ein so tolles Museum, das jeder der Schüler gesehen haben sollte«, erklärt Smith, während er neben den 15 Bussen steht, die entlang der Voltmannstraße aufgereiht stehen und er per Funk Kontakt zum Foyer der Schule hält.

Dort haken Lehrerin Ramona Kahlmeier und Medientechniker Thorsten Uffenkamp ebenfalls Listen ab um festzuhalten, welche Gruppe das Gebäude schon verlassen hat und welche als nächstes an der Reihe ist.

Einige Meter weiter stellen Paulina, David, Nora und Antonia aus der 7. Klasse gemeinsam mit Lehrerin Alina Klauke die Lunchpakete zusammen – für jeden Schüler gibt es Brezeln und Wasser.

Schon vor zwei Jahren habe Thorsten Smith nach einem Besuch in dem Wolfsburger Wissenschaftsmuseum den Vorschlag gemacht, mit der gesamten Schule dorthin zu fahren, sagt Schulleiter Rainer Devantié.

Planungen seit Sommer

Im vergangenen Sommer begannen dann die Planungen, nachdem alle Schulgremien den Plan abgesegnet hatten. Dabei gelang es Thorsten Smith sogar, mit dem »Phaeno« einen Sondertermin zu vereinbaren. »Eigentlich ist das Museum montags geschlossen. Heute öffnet es nur für uns«, erklärt der Lehrer. zweite Herausforderung: Ein Busunternehmen zu finden, das über die notwendigen Fahrzeuge verfügt.

Dafür, dass diese an der Voltmannstraße Aufstellung nehmen und die Schüler sicher einsteigen können, sorgt auch Polizist Michael Meyer-Koch. Der für die Laborschule zuständige Bezirksbeamte sichert mit einem Streifenwagen den Abschnitt vor dem Haupteingang der Schule.

Spannendes Museum

Nach gut drei Stunden Fahrt erreichen die Bielefelder dann das »Phaeno«, wo sie gruppenweise eine kurzen Führung erhalten, bevor sie auf eigene Faust auf Entdeckungstour gehen. »Das Museum ist so spannend und so vielfältig, dass dort jeder etwas findet, was ihn interessiert«, sagt Smith.

Vor allem bietet das Museum zahlreiche Gelegenheiten, selbst aktiv zu werden und zu experimentieren, um Wissenschaft hautnah zu erleben. »Jeder Stand fordert dazu auf, mitzumachen und auszuprobieren«, sagt Schulleiter Devantié.

Gegen 15 Uhr machen sich die ersten Busse dann auf den Rückweg nach Bielefeld, die jüngsten Schüler fahren zu erst ab. Im Viertelstundentakt folgen dann die anderen Busse.

Für Rainer Devantié war die Bildlungsreise ein voller Erfolg. »Es war super, das Haus ganz für uns zu haben. Und die Planung hat generalstabsmäßig funktioniert.«

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