Nicolette Krebitz und Lilith Stangenberg stellen ihren Film »Wild« im Lichtwerk vor Die mit dem Wolf tanzt

Bielefeld (WB). Ein Wolf wird in Ostwestfalen gesichtet. Die Bandbreite der Reaktionen reicht von Faszination bis schroffer Ablehnung. Nicolette Krebitz (43, zuletzt »Tatort«, »Die Flut ist pünktlich«, »Blutschwestern«) hat als Regisseurin einen Film gedreht, in dessen Mittelpunkt die Faszination für den Wolf steht.

Von Burgit Hörttrich
Regisseurin und Drehbuchautorin Nicolette Krebitz (links) und Hauptdarstellerin Lilith Stangenberg stellten den Film »Wild« im Lichtwerkkino vor. Der große Saal war ausverkauft. »Wild« war auf der Berlinale zu sehen und läuft jetzt bundesweit in den Kinos.
Regisseurin und Drehbuchautorin Nicolette Krebitz (links) und Hauptdarstellerin Lilith Stangenberg stellten den Film »Wild« im Lichtwerkkino vor. Der große Saal war ausverkauft. »Wild« war auf der Berlinale zu sehen und läuft jetzt bundesweit in den Kinos. Foto: Foto: Mike-Dennis Müller

Keine Dokumentation, alles andere als das, sondern ein Spielfilm, den sie am Samstag gemeinsam mit ihrer Hauptdarstellerin Lilith Stangenberg (27, »Der Staat gegen Fritz Bauer«, »Polizeiruf 110«) vorstellte: »Wild«.

Die Grundidee stamme aus einem Traum, so Nicolette Krebitz: »Ich wurde verfolgt und als ich mich umgedreht habe, stand da ein Wolf.« Diese Traumsequenz habe sie nicht mehr losgelassen. Im Film erlebt Ania (Stangenberg) genau dasselbe: Auf ihrem Weg durch einen Grünzug in der Tristesse von Halle-Neustadt sieht sie plötzlich einen Wolf, der sie zu fixieren scheint, dann aber wieder im Dickicht verschwindet.

Ein Dreh mit einem echten Wolf? Nicolette Krebitz: »Als ich das Drehbuch geschrieben habe, hatte ich da einfach einen blinden Fleck. Ich bin ohne Wenn und Aber davon ausgegangen, dass es gehen wird.«

Ihre Hauptdarstellerin sei ihr empfohlen worden und bei einem Casting sei ihr sofort klar gewesen: »Sie ist es.« Lilith Stangenberg erzählt, dass sie sich in Ungarn mit den Wölfen, die in einem großen Gehege leben, aber keinesfalls gezähmt seien, vertraut gemacht habe. Das gesamte Rudel, sieben Tiere, sei mit den Tiertrainern zu den Dreharbeiten angereist, gedreht habe man mit dem Alpha-Wolf Nelson, für einige Einstellungen sei Cossa eingesetzt worden.

Mehr dazu lesen Sie am Montag, 18. April, im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Bielefeld.

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