Wissenschaftswettbewerb Fame-Lab: Sissy Lorenz zieht ins Deutschland-Finale ein Mit Zecken zum Doppelsieg

(WB). Die FH-Studentin Sissy Lorenz hat den Regionalentscheid des Wissenschaftswettbewerbs Fame-Lab gewonnen. Damit zieht die Bielefelderin ins Deutschland-Finale ein, welches am 12. Mai in der Oetkerhalle stattfindet .

Von Vivian Winzler
Sissy Lorenz, die an der Bielefelder FH studiert, und der Kölner Samuel Kroll haben sich für das Deutschland-Finale des Wissenschaftswettbewerbs Fame-Lab qualifiziert. Sie freuen sich über die Plätze eins und zwei des Vorentscheides im Theaterhaus.
Sissy Lorenz, die an der Bielefelder FH studiert, und der Kölner Samuel Kroll haben sich für das Deutschland-Finale des Wissenschaftswettbewerbs Fame-Lab qualifiziert. Sie freuen sich über die Plätze eins und zwei des Vorentscheides im Theaterhaus. Foto: Bielefeld Marketing

Die zwölf Teilnehmer des Wettbewerbs hatten am Donnerstagabend im Theaterhaus nur zwei Regeln zu beachten: der Verzicht auf Power-Point als Präsentationsform und drei Minuten Zeit, um ein naturwissenschaftliches Thema verständlich in einem Vortrag wiederzugeben.

Dieser Herausforderung stellten sich in diesem Jahr unter anderen sechs Bielefelder. Und Sissy Lorenz räumt mit ihrer Präsentation »Wie Bäckerhefe in der Zeckenbekämpfung hilft« gleich zweimal ab: Sowohl der von den Zuschauern gewählte Publikumspreis in Form eines Jahresabonnements des Magazins »New Scientist« als auch der erste Platz, der 300 Euro und den Einzug ins Deutschlandfinale in der Rudolf-Oetker-Halle beinhaltet, gingen an die junge Frau.

Sie überzeugte neben ihrer witzigen und charmanten Vortragsart mit einem Modell zur Zeckenbekämpfung, das den Zuschauern auf verständliche Weise zeigte, wie Bäckerhefe die Zecken anlocken und ein integrierter Pilz diese dabei infizieren und schließlich sterben lassen soll.

Mitleid mit den Zecken hat neben Jurymitglied und Diplomphysiker André Lampe, der selbst 2010 bei dem Wettbewerb teilnahm, wohl niemand. Auch seine Kollegen Claas Wagner, Professor für Biologiedidaktik an der Universität Bielefeld, und Joachim Hecker, WDR-Wissenschaftsredakteur, sind von Lorenz überzeugt. »Sie hat ein Problem geschildert und gleich eine Lösung dazu erbracht«, erklärte Hecker bei der Preisvergabe die Entscheidung. Leicht fiel diese der Jury allerdings nicht. »Es gab ein paar kleine Streitereien«, verriet Moderator Timo Fratz.

Neben Lorenz blieben auch andere Teilnehmer dem Publikum im Gedächtnis hängen. So zum Beispiel der Zweitplatzierte Samuel Kroll, der die Bühne mit einem Salatkopf betrat und diesen während seines Vortrags zur »Mikroben Gesellschaft – Unser Volk und wir« genüsslich verspeiste. Der Kölner schaffte somit ebenfalls den Einzug ins Finale und gewann zudem 200 Euro.

Und auch sonst hatte der Abend einiges zu bieten – sei es ein Handy, das auf der Bühne verschrottet wurde, oder die Erklärung eines Proteinmodells mithilfe eines Zollstocks. Die Teilnehmer und auch die stets zu Scherzen aufgelegte Jury zeigen, wie spaßig Wissenschaft eigentlich sein kann. Das einige das erste Mal überhaupt auf einer Bühne standen, merkte niemand. Beim Fame-Lab kann sich schließlich jeder, der Spaß an der Wissenschaft hat, bewerben.

Nur an die drei Minuten-Regel sollte man sich halten – andernfalls kriegt man es mit Timo Fratz und der Quietschkuh Daisy zu tun, die den Vortrag abrupt beenden. Beide blieben an diesem Abend aber größtenteils stumm.

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