Verwaltungsgericht verhandelt Geschwindigkeitsbeschränkung am Bielefelder Berg Klage gegen Tempo 100: Prozess vertagt

Bielefeld/Minden (WB/sb). Gegen das Tempo-100-Limit auf der Autobahn 2 am Bielefelder Berg hat erstmals ein Autofahrer aus Gütersloh geklagt. Der Prozess vor dem Verwaltungsgericht Minden wurde am Donnerstag nach zweistündiger Verhandlung vertagt.

Es erging ein Auflagenbeschluss: Die Bezirksregierung muss binnen sechs Wochen Ergebnisse einer Verkehrszählung aus dem Jahr 2015 auf der Autobahn 2 sowie Pläne zur Beschaffenheit der Straße nachreichen. Dabei geht es um das Längsgefälle und den Kurvenradius der Straße.

Wie berichtet, ist ein 45-jähriger Installateur aus Gütersloh der Kläger. Er war am 22. August 2014 am Bielefelder Berg geblitzt worden. Er war damals so schnell, dass er neben einem Bußgeld auch ein einmonatiges Fahrverbot erhielt. Ende März 2015 hatte er vor dem Verwaltungsgericht in Minden das Land NRW verklagt, das durch die Bezirksregierung Detmold vertreten wird.

Der Gütersloher Anwalt Volker Böger, der den 45-jährigen Kläger vertritt, hält die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 100 Stundenkilometer weder erforderlich noch geeignet, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Die Bezirksregierung hingegen geht davon aus, dass das Tempolimit »auf vernünftigen Gründen beruht und rechtssicher« ist. Denn die Verkehrsführung und Topografie sei an der Stelle anspruchsvoll und gefährlich. Es gebe eine enge Linkskurve, ein starkes Gefälle von vier Prozent und sehr viel Lkw-Verkehr.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.