Mehr als 3000 Besucher kommen zur »Frühlingswiesn« in die Seidensticker Halle Bier und Brezel schmecken auch im April

Bielefeld (WB). »O‘ zapft is« und »Eins, zwo gsuffa« sind nicht nur im Herbst Garanten für eine ausgelassene Feststimmung. Bei der vierten Auflage der Bielefelder Frühlingswiesn feierten am Samstag mehr als 3000 Besucher in der Seidensticker Halle ihr vorgezogenes Oktoberfest und tanzten in Dirndl und krachledernen Hosen auf Tischen und Bänken.

Von Kerstin Panhorst
Zünftig bayrisch mit Bier feiern die »Frühlingswiesn« in der Seidensticker Halle (von links) Kira Pottmann, Natalie Bader, Leonie Michel, Lisa Adams, Serlina Thebs, Santana Knappe, Andrea Blaik und Jessica Buschmann-Voigt.
Zünftig bayrisch mit Bier feiern die »Frühlingswiesn« in der Seidensticker Halle (von links) Kira Pottmann, Natalie Bader, Leonie Michel, Lisa Adams, Serlina Thebs, Santana Knappe, Andrea Blaik und Jessica Buschmann-Voigt. Foto: Christina Falke

»95 Prozent der Besucher kommen in Tracht«, erzählt Hallenmanager Stephan Kipp. »Und obwohl das Fest grundsätzlich einen regionalen Charakter hat, kommen auch Gäste aus anderen Gegenden, heute ist zum Beispiel eine Gruppe aus Bremen da«. Nördlich des Weißwurstäquators habe sich nämlich nicht nur das in diesem Jahr zum 19. Mal stattfindende Oktoberfest , sondern eben auch die Frühlingswiesn herumgesprochen.

Bei der Veranstaltung setzten die Organisatoren zwar statt auf die klassischen blauweißen Dekorationen auf Frühlingsfarben und Blumen, blieben aber ansonsten dem bajuwarischen Ursprung treu. Während zu Beginn nach dem offiziellen Fassanstich mit dem Bielefelder Bürgermeister Andreas Rüther zunächst noch eine eher zurückhaltende Stimmung an den hunderten Bierzelttischen und Bänken herrschte, wurde mit dem Auftritt der »Münchner Zwietracht« die Menge entfesselt. Überall schunkelten und tanzten die bierseligen Gäste zur Marschmusik der Münchner Partyband und grölten das immer wieder gesungene »Prosit der Gemütlichkeit« mit. »Ich bin jedes Jahr hier und ich war auch schon mal in Halle im Gerry Weber Stadion beim Oktoberfest. Aber die Band macht den Unterschied, die hier sind einfach ein bisschen cooler und nicht so altbacken«, meint Besucherin Claudia Schütte.

Mehr als 200 Mitarbeiter im Einsatz

Neben der Musik war für viele auch die bayrische Küche ein Grund zum Festbesuch. Festwirt Gustav Werning vom Bielefelder Restaurant Wernings Hof verwöhnte seine Gäste mit Käsespätzle und Rostbratwürsten, Brezeln und bayrischen Tapas. »Und wir haben über 1000 Liter Bier für heute Abend«, erzählt der Gastronom. Doch auch mit anderen Getränken ließ sich fabelhaft feiern wie auch eine Damenrunde mit pinkfarbenem Wein bewies. »Wir waren schon im letzten Jahr hier, es macht einfach Spaß zusammen«, sagt Steffi Kreher, die mit vier Freundinnen zur Wiesn gekommen war.

Hinter den Kulissen sorgten mehr als 200 Mitarbeiter für einen reibungslosen Ablauf, von der Kellnerin mit zahlreichen Bierhumpen bis zum Sanitäter, der beim Sturz von der Bierzeltgarnitur schon mal mit einem Pflaster bereit stehen musste.

Für die meisten der 3000 Feiernden dürfte eine Teilnahme am Oktoberfest am 22. Oktober aber schon feststehen, denn obwohl erst seit Anfang diesen Monats die Karten erhältlich sind, ist das Kontingent bereits zu 60 Prozent verkauft. »Wir sind immer dabei«, sagt auch Besucherin Andrea Blaik und ihre Freundin Jessica Buschmann-Voigt ergänzt: »Das ist einfach mal was anderes und es ist immer eine ausgelassene Stimmung hier«.

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