Mehr als 1500 Menschen bei Demonstrationen in der Innenstadt »Biegida« muss Sitzblockade umgehen

Bielefeld (WB/hu/bp). Drei Demonstrationen an einem Tag: Auf dem Gelände rund um den Hauptbahnhof und in der Innenstadt ist es am Samstagnachmittag noch voller gewesen als sonst. Die Polizei zeigte bereits früh massiv Präsenz, um auf die hohe Zahl der Teilnehmer zu reagieren.

Viele Menschen und Polizisten warten bereits auf dem Bahnhofsvorplatz.
Viele Menschen und Polizisten warten bereits auf dem Bahnhofsvorplatz. Foto: Oliver Schwabe

Pünktlich um 14 Uhr sammelte sich das Aktionsbündnis »Bewegungsfreiheit statt Lager«, das seinen Protestzug später mit 750 Teilnehmern zur Zentralen Ausländerbehörde (ZAB) begann. Auch das Antirassistische Aktionsbündnisses OWL begann zeitnah seine Kundgebung vor dem Bahnhof.

Demonstrieren unter dem Motto »ZAB schließen statt abschieben«. Foto: Hendrik Uffmann

Die Polizei schätzt, dass insgesamt 1500 Menschen an den Demonstrationen teilgenommen haben. Die Veranstalter selbst sprechen von 2000. Nur 26 Teilnehmer der so genannten Biegida-Demonstration hatten sich vor der Hauptpost getroffen. Umringt von Polizeikräften absolvierten sie Ihren Protestzug zum Willy-Brandt-Platz und zurück zur Nahariyastraße. Begleitet wurden sie dabei von lauten »Nazis raus«-Rufen sowie einer Sitzblockade, die sie umgehen mussten.

Eine Sitzblockade mussten die »Biegida«-Teilnehmer umgehen. Foto: Hendrik Uffmann

Zu Zwischenkundgebungen kamen die Teilnehmer des Protestzugs, der die Abschaffung der Zentralen Ausländerbehörde fordert, am Rathaus und auf dem Kesselbrink zusammen. In Redebeiträgen wurde auch Oberbürgermeister  Pit Clausen, in dessen Auftrag Menschen abgeschoben würden, kritisiert. Auch Organisationen, die sich als Betreiber der Unterkünfte für Geflüchtete an der Abschiebepolitik beteilitgen, gerieten bei den Rednern und Demonstranten in die Kritik.

Zwischenkundgebung am Rathaus Foto: Hendrik Uffmann

Unsere Übersicht über alle Demostrecken, Straßensperrungen und Busumleitungen finden Sie hier.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.