Erste Erweiterungspläne bis 2018 – Neuer Eingangsbereich und neue Wege entstehen Botanischer Garten wächst in den nächsten Jahren gewaltig

Bielefeld (WB). Der 1912 eröffnete Botanische Garten blüht buchstäblich auf. Bis 2018 soll die Erweiterungsfläche, auf der früher die Georgenkirche stand, mit der Anlage über neue Wege verbunden sein.

Von Burgit Hörttrich
Der Botanische Garten blüht auf: buchstäblich – wie hier die Blausterne – und im übertragenen Sinne. Die Vorbereitungen, die Anlage zu verschönern und zu erweitern, laufen. Bis 2018 soll die Teichanlage zugänglich sein.
Der Botanische Garten blüht auf: buchstäblich – wie hier die Blausterne – und im übertragenen Sinne. Die Vorbereitungen, die Anlage zu verschönern und zu erweitern, laufen. Bis 2018 soll die Teichanlage zugänglich sein. Foto: Thomas F. Starke

Zudem soll ein neuer Eingangsbereich entstehen. Erste Rodungsarbeiten an den Teichen (Wasserlauf plus Staugewässer) haben bereits stattgefunden. Die Generotzky-Stiftung stellte 250.000 Euro bereit, um zum Beispiel neue Blickbeziehungen zwischen »Alt« und »Neu« zu schaffen und die Eingangssituation zu verbessern.

Möglicherweise werde es eine weitere Brücke geben, sagt Klaus Frank, Vorsitzender des Vereins Freunde des Botanischen Gartens. »In frühestens zehn Jahren« soll aus der Erweiterungsfläche ein Teil des Botanischen Gartens werden – mit Apothekergarten (»Heilen, Würzen, Färben, Duften«) und Schaugewächshaus, sagt Frank. Die Erweiterungsfläche ist seit 2014 in Vereinsbesitz. Eine Spendenaktion brachte 100.000 Euro ein. Das Areal ist als Blumenwiese eingesät – und dort gibt es eine Wildbienenwand.

Baubeginn im kommenden Jahr

Der Umweltbetrieb plane bereits an der Neugestaltung des Areals um die Teiche. Er gehe davon aus, dass im kommenden Jahr gebaut werden kann, so Frank. Die zügige Umsetzung sei auch eine Bedingung gewesen, um die Mittel aus dem Generotzky-Nachlass einsetzen zu können. Klaus Frank weiß, dass viele Besucher schon jetzt den Botanischen Garten neu erleben, weil es neue Blickbeziehungen gebe.

Wer das erleben will, kann das ab sofort sogar virtuell tun: Die Firma Deteringdesign mit Geschäftsführerin Beate Kleinewietfeld hat den Internet-Auftritt der Anlage Am Kahlenberg neu gestaltet: moderner, farbenfroher, übersichtlicher. Es gibt zahllose Fotos – und die Aufforderung, auch eigene »Impressionen« bildlicher Art beizusteuern. Annemarie Jockheck vom Verein der Freunde des Botanischen Gartens wünscht sich aber nicht nur virtuelle Gäste, sondern wirkliche Garten-Besucher.

Mehr als 100.000 Besucher im Jahr

Zurzeit blühen bereits nicht nur Lerchensporn oder Blaustern, Stiefmütterchen oder erste Stauden, sondern zum Beispiel auch Rhododendren am Seerosenteich, berichtet Rüdiger Ahrend, Leiter des Botanischen Gartens. »Ein Ausflug in den Botanischen Garten lohnt sich.«

Wie hoch die Besucherzahlen sind, habe noch niemand konkret ermittelt, Ahrend schätzt aber, dass pro Jahr mehr als 100.000 kommen: »Nicht ganz so viele wie in den Tierpark Olderdissen, aber immerhin.« Der Verein der Freunde des Botanischen Gartens habe aktuell 330 Mitglieder. Klaus Frank: »Stabil, aber wir freuen uns über Zuwachs.«

Die nächste Veranstaltung im Botanischen Garten ist am Samstag, 9. April, um 17 Uhr im Gartenhof am Fachwerkhaus. Dann macht Bernhard-Georg Heine die Teilnehmer mit der Vogelwelt im Botanischen Garten vertraut. Rüdiger Ahrend versichert: »Hier kreucht und fleucht jede Menge.«

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