33-jähriger Arbeiter steht wegen Körperverletzung mit Todesfolge vor dem Schwurgericht Tod eines Babys: Tragik oder Straftat

Bielefeld/SchloßHolte-Stukenbrock (WB). Erneut muss ein Bielefelder Gericht den Fall eines toten Säuglings verhandeln, der durch das Schütteln schwere Hirnverletzungen erlitten hatte. Das Schwurgericht des Landgerichts ist am Dienstag mit einem Fall  großer Tragik konfrontiert worden.

Von Uwe Koch
Prozessbeginn im Schwurgericht des Landgerichts: Verteidiger Feyzi Evin geleitet den Angeklagten in den Gerichtssaal. Der Mann bekennt später, seinen drei Monate alten Sohn einmal kurz geschüttelt zu haben. »Ich wusste nicht, was ich machen sollte.«
Prozessbeginn im Schwurgericht des Landgerichts: Verteidiger Feyzi Evin geleitet den Angeklagten in den Gerichtssaal. Der Mann bekennt später, seinen drei Monate alten Sohn einmal kurz geschüttelt zu haben. »Ich wusste nicht, was ich machen sollte.« Foto: Bernhard Pieren

In die Kinderklinik des Evange­lischen Krankenhauses Bielefeld wurde am Abend des 28. August 2014 ein drei Monate alter Säugling eingeliefert. Die Ärzte kämpften verzweifelt um das Leben des Babys, das drei Tage später starb. Sein damals 32-jähriger Vater wurde am folgenden Tag festgenommen, jedoch nur eine Stunde später von der Polizei wieder entlassen. Bis dahin galt die Familie, die damals in Schloß Holte wohnte und nun nach Bielefeld gezogen ist, als mustergültig. Es gibt weder Vorstrafen, noch negative Berichte des Jugendamtes, kein Alkohol, kein Drogenmissbrauch ist bekannt. Die Eltern hatten bereits eine fünfjährige Tochter, als die Mutter im Juni 2014 Zwillinge zur Welt brachte. »Wunschkinder«, wie der Angeklagte gestern sagte. Sie hätten auf ein zweites Kind gewartet, dann folgten die beiden Söhne.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Mittwochsausgabe des WESTFALEN-BLATTS (Ausgabe Bielefeld).

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