Gebäude an Wilhelm-Bertelsmann-Straße soll Zentrale Unterbringungseinrichtung werden Ehemalige Fachhochschule als Flüchtlingsquartier

Bielefeld (WB). Die ehemalige Fachhochschule an der Wilhelm-Bertelsmann-Straße soll die zweite Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) für Flüchtlinge in Bielefeld werden. Das lässt sich aus einer Antwort der  Landesregierung  auf eine Kleine Anfrage im Düsseldorfer Landtag entnehmen.

Von Michael Schläger
Im früheren FH-Gebäude an der Wilhelm-Bertelsmann-Straße will das Land die zweite Zentrale Unterbringungseinrichtung in Bielefeld  schaffen. Im Labortrakt des Gebäudes möchte wiederum  die Stadt eine Notunterkunft für  140 zugewiesene Flüchtlinge einrichten.
Im früheren FH-Gebäude an der Wilhelm-Bertelsmann-Straße will das Land die zweite Zentrale Unterbringungseinrichtung in Bielefeld schaffen. Im Labortrakt des Gebäudes möchte wiederum die Stadt eine Notunterkunft für 140 zugewiesene Flüchtlinge einrichten. Foto: Hans-Werner Büscher

500 Menschen könnten in der ZUE untergebracht werden, genau so viele wie in der ersten Einrichtung dieser Art in Bielefeld, dem ehemaligen Hotel Oldentruper Hof. Zentrale Unterbringungseinrichtungen sind Landeseinrichtungen. Durch sie reduziert sich die Zahl der Flüchtlinge, die der Stadt fest zugewiesen werden. Aber auch für diese Personengruppe wird die Lage in Bielefeld immer dramatischer.

Weil voraussichtlich von der kommenden Woche an nicht mehr genügend Quartiere zur Verfügung stünden, müsse der städtische Krisenstab wieder zusammenkommen, kündigte Sozialdezernent Ingo Nürnberger am Donnerstag im Hauptausschuss des Rates an. Wöchentlich kämen zurzeit 200 Menschen. Die Kapazitäten seien aber erschöpft. Es müssten wie im Sommer bei der Erstaufnahme wieder Turnhallen als Übergangsquartiere genutzt werden.

Nürnberger konnte aber auch die Anmietung neuer fester Quartiere vermelden, die allerdings noch nicht sofort zur Verfügung stehen. So werden im Internatsbereich des früheren Handwerkerbildungszentrums (HBZ) am Kleiberweg in Kürze 40 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge untergebracht. Weitere 40 Menschen sollen im Bürotrakt des HBZ ein Quartier finden. Die Werkstätten des Bildungszentrums, in dem bis vor ein paar Wochen der Handwerksnachwuchs ausgebildet wurde, sollen für die berufliche Qualifikation von Flüchtlingen genutzt werden. Außerdem wird die Stadt den Labortrakt des FH-Gebäudes an der Wilhelm-Bertelsmann-Straße anmieten. Dort sollen bis zu 140 Menschen zunächst eine Notunterkunft finden, später sollen dort Flüchtlingswohnungen entstehen.

Den ganzen Artikel lesen Sie am Freitag im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Bielefeld.