27-Jähriger wird wegen Volksverhetzung und Verbreitens von Gewaltpornografie schuldig gesprochen Amtsgericht verurteilt Neonazi-Rapper

Gütersloh/Bielefeld (WB). Der Gütersloher Neonazi-Rapper Julian Fritsch (27) ist am Montag vom Amtsgericht Bielefeld wegen Volksverhetzung und Gewaltpornografie zu 700 Euro Strafe verurteilt worden.

Das Amtsgericht in Bielefeld.
Das Amtsgericht in Bielefeld. Foto: Thomas F. Starke

Die Staatsanwaltschaft warf Fritsch und einem Neonazi-Rapper (31) aus Bielefeld vor, gemeinsam in der Zeit von September 2011 bis September 2012 rechtsradikale Lieder zum freien Herunterladen ins Internet gestellt zu haben. In einem der Songs wird zu Deportationen in das ehemalige Konzen­trationslager Buchenwald aufgerufen. Fritsch gestand, das Lied, das NS-Verbrechen wie das Herstellen von Seife und Lampenschirmen aus Leichenteilen glorifiziert, getextet und gesungen zu haben.

In dem weiteren, ebenfalls von Fritsch verfassten Rapsong ruft der Gütersloher zu sexuellen Gewalttaten unter anderem gegen die Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Linken, Sahra Wagenknecht, auf. Das Urteil gegen den 27-Jährigen ist noch nichts rechtskräftig. Das Verfahren gegen den Bielefelder Neonazi-Rapper wurde bereits im Juli gegen Zahlung einer Geldauflage vorläufig eingestellt.