Kunsthalle Bielefeld widmet neue Ausstellung den Malerinnen der vergangenen 120 Jahre Die Bilder der Frauen

Bielefeld (WB). Die Kunsthalle Bielefeld widmet ihre neue Ausstellung ausschließlich Frauen: Malerinnen der Klassischen Moderne. Sie zeigt aber auch Werke zeitgenössischer Künstlerinnen.

Von Burgit Hörttrich
Die beiden Kuratorinnen Jutta Hülsewig-Johnen (links) und Henrike Mund stehen hier vor der jüngsten Arbeit (»Playing with Fire«) von Sophie von Hellermann aus dem Jahr  2015.
Die beiden Kuratorinnen Jutta Hülsewig-Johnen (links) und Henrike Mund stehen hier vor der jüngsten Arbeit (»Playing with Fire«) von Sophie von Hellermann aus dem Jahr 2015. Foto: Bernhard Pierel

»Einfühlung und Abstraktion – Die Moderne der Frauen in Deutschland« mit 160 Werken von 76 Leihgebern wird heute Abend eröffnet. Die beiden Kuratorinnen Jutta Hülsewig-Johnen und Henrike Mund zeigen Bilder von Käthe Kollwitz, Gabriele Münter und Paula Modersohn-Becker (ihr ist ein kompletter Raum gewidmet), den drei bekanntesten Künstlerinnen der Klassischen Moderne.

Die anderen Malerinnen seien »fast vergessen«, sagt Jutta Hülsewig-Johnen. »Sie sind aus der allgemeinen Wahrnehmung verschwunden.« Während männlichen Künstlern, und seien sie nur vermeintliche »Genies« gewesen, Respekt und Anerkennung gezollt worden sei, mussten die Frauen sogar ihre Ausbildung selbst organisieren. An Kunstakademien wurden sie erst 1919 zugelassen. Künstlerinnen schlossen sich zu Vereinen zusammen und engagierten auf eigene Kosten akademische Lehrer, sie schufen sich auf diese Weise eine Parallelwelt. In dieser Parallelwelt seien einige der Malerinnen zu »Pionierinnen des Ab­strakten«, zu »Avantgardistinnen vor der Avantgarde« geworden. Nur eines hätten die Künstlerinnen mit ihren männlichen Kollegen gemein gehabt, sagen die Kuratorinnen: »Sie gingen nach Paris.«

Paula Modersohn-Becker, deren Werke zum ersten Mal in Bielefeld gezeigt werden, habe zufällig in einer kleinen Galerie ein Bild von Paul Cezanne entdeckt und sich anschließend an dessen Kunst orientiert, Bilder aus der Farbe hervor gebracht, die Kunst selbst mit malerischen Mitteln thematisiert.

Die Ausstellung läuft vom 31. Oktober bis zum 28. Februar im nächsten Jahr.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Freitagsausgabe des WESTFALEN-BLATTES. 

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