Spur führt nach Bielefeld LKA jagt maskierte Serientäter

Bielefeld (WB/hz). Nach einer Serie von Geldautomaten-Sprengungen und Blitzeinbrüchen in Nordrhein-Westfalen hat das Landeskriminalamt (LKA) die Ermittlungen  übernommen. Eine Spur der   hochprofessionell agierenden Täter führt nach Bielefeld.

In diesem Jahr habe es bereits 31 Angriffe auf Geldautomaten und drei Blitzeinbrüche gegeben, sagte gestern LKA-Chef Uwe Jacob. Nun kümmere sich eine eigene Ermittlungsgruppe um die  Straftaten. Das LKA geht davon aus, dass es sich um mehrere osteuropäische Banden handelt, die in wechselnder Besetzung mit je  vier oder fünf Personen von  den Niederlanden aus operieren. LKA-Sprecher Frank Scheulen sagte, dass den Profikriminellen nicht nur Beutezüge in NRW, sondern auch im übrigen Bundesgebiet und in Holland zugerechnet würden.

Täter unweit des Bielefelder Hauptbahnhofes aktiv

Einige dieser Täter waren nach den Erkenntnissen der Ermittler  am frühen Morgen des 20. August an der Herbert-Hinnendahl-Straße unweit des Hauptbahnhofes Bielefeld aktiv. Gegen 3.13 Uhr an jenem Donnerstag hörten zwei Zeugen Glas in einem Schmuckgeschäft splittern. Polizeiangaben zufolge zertrümmerten drei bis fünf  schwarzgekleidete Maskenmänner mit einem Hammer das Sicherheitsglas und rafften blitzschnell Beute zusammen. Dann rasten die  Täter mit einem PS-starken Audi Sportkombi, an dem gestohlene Mindener Kennzeichen angebracht waren,  in Richtung Feilenstraße davon. Die Fahndung der Bielefelder Polizei nach den    Kriminellen verlief  wie bei allen anderen Taten, die den Banden zugerechnet werden, ergebnislos.

 Vier dieser Täter  sollen  der NRW-Polizei Anfang September eine schwere Blamage bei einer Verfolgungsjagd beschert haben: Mit einem PS-starken Boliden, vermutlich einem schwarzen Audi RS4 oder RS6, wie er auch beim Bielefelder Blitzeinbruch eingesetzt worden sein soll, entkamen  die Gangster mit Tempo 250 bei der Flucht aus Düsseldorf über acht Autobahnen. Ihre Spur verlor sich in den Niederlanden. 24 Streifenwagenbesatzungen und den Piloten eines  Polizeihubschraubers gelang es   nicht, die Kriminellen zu stoppen. Sie fanden   sogar noch Zeit, ihren Wagen   aufzutanken.

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