Bielefelderin ist jetzt NRW-Familienministerin Christina Kampmann im Landtag vereidigt

Bielefeld/Düsseldorf (dpa/WB). Die Umbildung des nordrhein-westfälischen Kabinetts ist vollzogen: Eineinhalb Jahre vor der Landtagswahl in NRW sind am Donnerstag drei SPD-Politiker als neue Minister im Düsseldorfer Landtag vereidigt worden.

Der neue Arbeitsminister Rainer Schmeltzer (l-r), die neue Familienministerin Christina Kampmann und der neue Europa- und Medienminister Franz-Josef Lersch-Mense (alle SPD) stehen nach ihrer Vereidigung im Landtag in Düsseldorf zusammen.
Der neue Arbeitsminister Rainer Schmeltzer (l-r), die neue Familienministerin Christina Kampmann und der neue Europa- und Medienminister Franz-Josef Lersch-Mense (alle SPD) stehen nach ihrer Vereidigung im Landtag in Düsseldorf zusammen. Foto: dpa

Auf der Regierungsbank nimmt nun Christina Kampmann als Familienministerin Platz. Die bisherige Bundestagsabgeordnete ist mit 35 Jahren jüngstes Mitglied im rot-grünen Kabinett. Seinen Amtseid leistete zudem der neue Arbeitsminister Rainer Schmeltzer (54), der zuvor stellvertretender Fraktionschef war. Franz-Josef Lersch-Mense wurde als Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien vereidigt. Er bleibt zugleich Chef der Staatskanzlei.

Der frühere Arbeitsminister Guntram Schneider und die beiden bisherigen Ministerinnen für Familie, Ute Schäfer, und für Europa, Angelica Schwall-Düren (alle SPD), hatten ihr Amt auf eigenen Wunsch aufgegeben. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hatte das in der vergangenen Woche mitgeteilt - und die drei neuen Minister am Mittwoch ernannt.

SPD und Grüne koalieren seit gut fünf Jahren in NRW. Zunächst hatte Kraft eine Minderheitsregierung geführt, seit der Wahl vom Mai 2012 verfügt Rot-Grün über eine Mehrheit. Im Frühjahr 2017 wird der Landtag neu gewählt.

Von ihrer SPD-Fraktion im Bundestag hat sich Kampmann jüngst mit einem ganz besonderen Geschenk verabschiedet. »An meinem letzten Tag habe ich 200 Arminia-Rasenmischungen verteilt«, berichtete sie jüngst auf ihrer Facebook-Seite .

Kurz nach ihrer Vereidigung im Landtag war die neue NRW-Familienministerin Christina Kampmann auch gleich schon am Rednerpult gefragt. Es sei ihr eine Freude, dass es bei dieser Premiere um die Abschaffung des Betreuungsgeldes gehe, sagte die 35-Jährige am Donnerstag. Das Instrument stehe für »eine Familienpolitik von vorgestern«. Das Betreuungsgeld war vom Bundesverfassungsgericht im Juli gekippt worden. Die freiwerdenden Mittel sollen in frühkindliche Bildung und Kita-Betreuung fließen. Vertrauensschutz hätten Familien, denen das Geld bereits vor dem Urteil bewilligt worden sei, erklärte die frühere Bundestagsabgeordnete.

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