Ordnungsamt erstattet Anzeige – derzeit keine Eigenbedarfskündigungen in Bielefeld Falsche Behördenschreiben drohen mit Zwangseinquartierungen

Bielefeld (WB). Die Stadt Bielefeld hat Strafanzeige gegen den
Verfasser eines gefälschten Behördenschreibens erstattet, der Bürgern mit Zwangseinquartierungen von Flüchtlingen droht. Das angebliche Schreiben vom Bielefelder Ordnungsamt entspreche nicht den Behördenstandards und sei eindeutig eine Fälschung, sagte ein Sprecher der Stadt dem epd am Mittwoch.

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Die Stadt habe nicht vor, Hausbesitzer dazu zu verpflichten, privaten Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Bielefeld sei kein Einzelfall, aus mehreren Kommunen sei bereits von ähnlichen Fälschungen berichtet worden, sagte der Sprecher. Bei dem Bielefelder Täter handele es sich wohl um einen »Trittbrettfahrer«, der Angst vor Fremden schüren wolle.

Die Stadt Nieheim im Kreis Höxter, die rund 80 Kilometer von Bielefeld entfernt ist, hatte mit der Entscheidung bundesweit Kritik ausgelöst, zwei Mietern wegen Eigenbedarf zu kündigen, um dort Flüchtlinge unterzubringen.

In den Medien war in den vergangenen Monaten immer wieder über Brieffälschungen dieser Art berichtet worden. Zuletzt wurden vor knapp einer Woche hunderte täuschend echt wirkende Behördenbriefe im brandenburgischen Hennigsdorf verteilt. Fremdenhasser versuchten so, Ängste der Einwohner zu wecken, warnte der Landkreis Oberhavel.

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