Marcel Lossie kreiert eigene Gin-Marke – von morgen an im Handel Hochprozentige Spezialität aus Bielefeld

Bielefeld (WB). Als er das erste Mal mit Wacholderbeeren zu tun hatte,  war Marcel Lossie noch ein Kind. Im Reformhaus  seiner Eltern  lernte  er  diese  als  Gewürz  kennen. Viel später entdeckte er dann die hochprozentigen Getränke, die sich daraus  herstellen lassen  – und   nun bringt der 38-Jährige eine eigene Gin-Marke auf den Markt.

Von Hendrik Uffmann
Marcel Lossie  zeigt  die vier Varianten, die es von dem »Gin Lossie« gibt: klassischer Dry Gin, Dry Gin mit einer stärkeren Ingwer-Note  und  zwei Gin-Liköre mit  Moosbeeren- oder  Passionsfrucht-Aroma.
Marcel Lossie zeigt die vier Varianten, die es von dem »Gin Lossie« gibt: klassischer Dry Gin, Dry Gin mit einer stärkeren Ingwer-Note und zwei Gin-Liköre mit Moosbeeren- oder Passionsfrucht-Aroma. Foto: Thomas F. Starke

Von Morgen an gibt es Lossies Gin im Fachhandel zu kaufen und in Bielefelder Bars und Clubs  zu  bestellen.  Erhältlich ist dieser in vier  Varianten: als klassischer Dry Gin, als Dry Gin mit einer stärkeren Ingwer-Note  sowie als Gin-Liköre mit Moosbeeren- oder  Passionsfrucht-Aroma. Vor allem die Liköre seien  bislang einzigartig, so Marcel Lossie: »Mir ist nicht bekannt, dass  es so etwas bisher  gibt.« Alle Varianten haben jedoch eines gemeinsam – sie sind hochprozentig. »Der Dry Gin hat jeweils 44 Volumenprozent Alkohol, die Liköre 40«, erklärt Lossie.

Wobei diese Werte kein Zufall sind. Denn  Lossie  betreibt die Event-Agentur  »Fast4Ward«, die Zahl 4 sollte also auch bei den neuen Getränken vorkommen. Der Betrieb der Agentur habe ihn auch auf die Idee  gebracht, eine  eigene  Gin-Marke ins Leben zu rufen. »Der Trend geht hin zu immer individuelleren Getränken. So entstand der Plan, selbst etwas zu kreieren«, erläutert Marcel Lossie.
Partner bei der Umsetzung ist die Bielefelder Firma Dreesbeimdieke, die seit 1878 Spirituosen herstellt. »Schnaps aus Wacholderbeeren wird in Bielefeld und Umgebung  schon seit Jahrhunderten  hergestellt, weil es hier früher   viele   dieser Pflanzen gab«, erklärt  Axel Clüsener,  Inhaber der Firma.

»Niemand erobert den Teutoburger Wald«

In Kupferkesseln destilliert  wird  Lossies Gin in Ostwestfalen,  und auch beim Marketing  setzt  Marcel Lossie auf die   Region. So   steht auf  jedem Flaschen-Etikett: »Niemand erobert den Teutoburger Wald«.

Eineinhalb Jahre habe  er gebraucht, um die richtige  Rezeptur  für die  vier  Varianten zu entwickeln. »Ich habe einfach immer wieder  neue  Versionen   probiert, bis  es soweit war«, erzählt er. Verwendet  werden bei der Herstellung   neben Wacholderbeeren verschiedene Kräuter und Gewürze – unter  anderem Ingwer, Lavendelblüte, Hopfen und Minze.

Wie  der hochprozentige Alkohol  getrunken  wird – ob mit Tonic-Water oder Soda,  pur »schenkelwarm« oder auf Eis –,  das könne  jeder  für sich selbst entscheiden, findet  Marcel Lossie: »Bei Gin gibt es kein richtig oder falsch. Jeder kann ihn so genießen, wie er  es mag.«

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Ein weiteres Beispiel für die Vielfältigkeit NRWs. Tolle Idee mit dem Bielefelder Gin:-)

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