Ostwestfalen-Lippe mit dramatischer Entwicklung in vier Kreisen Bis zu 36 Prozent mehr Wohnungseinbrüche

Bielefeld (WB). In vier Kreisen Ostwestfalen-Lippes hat die Zahl der Einbrüche im ersten Halbjahr extrem zugenommen, im Kreis Lippe sogar um 36 Prozent.

Von Christian Althoff
2015 ist die Zahl der Einbrüche in OWL vor allem im Kreis Lippe dramatisch angestiegen.
2015 ist die Zahl der Einbrüche in OWL vor allem im Kreis Lippe dramatisch angestiegen. Foto: dpa (Symbol)

Einbrecher plünderten in den ersten sechs Monaten des Jahres im Durchschnitt jeden Tag zwölf Wohnungen in Ostwestfalen-Lippe – ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Entwicklung der Einbruchszahlen im ersten Halbjahr 2015

Der durchschnittliche Schaden bei Wohnungseinbrüchen betrug im vergangenen Jahr in Ostwestfalen-Lippe 2500 Euro. Über die Zahl der Opfer, die mit psychischen Folgen kämpfen, liegen keine Zahlen vor.

Eine Zunahme der Wohnungseinbrüche gab es in den Kreisen Lippe (insgesamt 281 Einbrüche, plus 36 Prozent), Gütersloh (359, plus 34 Prozent), Paderborn (314, plus 33 Prozent) und Minden-Lübbecke (400, plus 27 Prozent). Rückgänge registrierten die Kreise Höxter  (insgesamt 17 Einbrüche, minus 53 Prozent) und Herford (207, minus 13 Prozent) sowie die Großstadt Bielefeld (534, minus drei Prozent).

Diese Zahlen nannte das Innenministerium NRW auf eine Kleine Anfrage des Paderborner Abgeordneten Marc Lürbke. Der innenpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion sprach gestern von einem Versagen der Landesregierung. »Innenminister Ralf Jäger bindet immer
wieder tausende Polizisten für ineffektive Show-Aktionen wie seinen Blitzmarathon, obwohl die Beamten viel sinnvoller eingesetzt
werden müssten.«

Warum es in den Kreisen Ostwestfalen-Lippes im ersten Halbjahr bei den Wohnungseinbrüchen so unterschiedliche Entwicklungen gab, vermag niemand seriös zu beantworten. Üblicherweise wird die Autobahnnähe als Begründung für hohe Einbruchszahlen genannt, doch das ist Spekulation. So gab es diesmal im Kreis Herford, der an den Autobahnen 2 und 30 liegt, deutlich weniger Einbrüche. Während die Bielefelder Polizei Drogensüchtige für einen Großteil der Wohnungseinbrüche ausgemacht hat, sind es im Bereich anderer Behörden Banden aus Osteuropa oder dem Balkan.

Obwohl mehrere Behörden in Ostwestfalen-Lippe Ermittlungskommissionen gegen Wohnungseinbrecher eingerichtet haben, gelingen große Erfolge vor allem nach Tipps aus der Bevölkerung. Corinna Koptik, Sprecherin der Polizei Gütersloh: »Niemand sollte sich scheuen, sofort 110 anzurufen, wenn er in seiner Straße etwas Auffälliges beobachtet. Ein rechtzeitiger Anruf hat uns schon oft geholfen, Einbrecher noch am Tatort zu fassen.«

Kommentare

Es kommt noch viel schlimmer

Das ist erst der Anfang,nach den Fluten unseres Landes mit sogenannten Flüchtlingen.Keiner kontrolliert sie,niemand kennt ihre Vergangenheit.Hier gehen Verbrecher ein und aus.Da kommt noch einiges auf uns zu,da bin ich mir sicher.Wir werden unser Gutmenschentum teuer bezahlen.Unsere unfähigen Politiker wohnen abgeschirmt und haben Boddygards.

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