Straßensperren am Montag - Kooperationsgespräch mit Demo-Anmeldern Protest gegen Pegida an vier Stellen

Bielefeld (WB). Nach den Kooperationsgesprächen der Polizei mit den Anmeldern stehen jetzt die Route des Pegida-Spazierganges und die Standorte der vier Gegen-Kundgebungen am Montag, 20. Juli, fest. Zwischen 17 und 21 Uhr ist nach Angaben von Polizeisprecher mit großen Verkehrseinschränkungen rund um den Hauptbahnhof Bielefeld zu rechnen.

Von Stefan Biestmann
Das Bündnis gegen Rechts erwartet tausende Teilnehmer zu den Pegida-Gegenkundgebungen. Zuletzt hatte das Bündnis gegen Rechts, wie hier zu sehen, im Januar eine Großdemo auf dem Jahnplatz veranstaltet.
Das Bündnis gegen Rechts erwartet tausende Teilnehmer zu den Pegida-Gegenkundgebungen. Zuletzt hatte das Bündnis gegen Rechts, wie hier zu sehen, im Januar eine Großdemo auf dem Jahnplatz veranstaltet. Foto: Thomas F. Starke

Die Pegida-Teilnehmer beginnen ihre Veranstaltung um 19 Uhr an den Taxiständen in der Nähe des Hauptbahnhofs – aber ausdrücklich nicht an der Stelle, wo das Mahnmal steht, das an die Deportationen der Juden erinnert. Wie Polizeisprecher Achim Ridder weiter berichtet, führe der Pegida-Marsch nach einer Auftaktkundgebung weiter über die kleine Bahnhofstraße und die Feilenstraße bis kurz vor den Willy-Brandt-Platz. Nach einer Zwischenkundgebung gehe der Weg dann zurück zum Hauptbahnhof. Die Veranstaltung sei bis 20.30 Uhr angemeldet.

Das »Bielefelder Bündnis gegen Rechts« könne drei seiner vier Gegenkundgebungen ab 18.30 Uhr wie geplant beginnen: am Stadtbahn-Ausgang Herbert-Hinnendahl-Straße, auf der Nahariyastraße in Höhe des Fahrradparkhauses sowie auf der Rückseite des Hauptbahnhofs auf der Joseph-Massolle- und der Nowgorodstraße. Die vierte Kundgebung des Bündnisses werde nun auf dem Bahnhofsvorplatz in der Nähe des Diskothek »Movie« stattfinden – und nicht direkt vor McDonalds an der kleinen Bahnhofstraße. »Somit ist eine räumliche Trennung zur Pegida-Demo gewährleistet«, sagt Ridder.

Nach jetzigem Stand werde mit maximal 100 Pegida-Teilnehmern gerechnet. Das »Bündnis gegen Rechts« erwartet tausende Gegendemonstranten. »Wir gehen davon aus, dass alles friedlich bleibt«, sagt Ridder. Die Verkehrsbeeinträchtigungen könnten dagegen groß sein. »Wir werden Anwohner und Gewerbetreibende in dieser Woche über mögliche Einschränkungen informieren.«

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