981 Neuzugänge in der Nacht zu Donnerstag – Notunterkünfte stoßen an ihre Grenzen Flüchtlingsrekord in Bielefeld

Bielefeld (WB). So viele neue Flüchtlinge sind in Bielefeld noch nie an einem Tag angekommen: 981 Menschen suchten in der Nacht zu Donnerstag ein erstes Quartier. Trotz der Sporthallen-Notunterkünfte an der Flachs- und der Heeper Straße war die Kapazitätsgrenze fast erreicht.

Von Jens Heinze
Neuangekommene Flüchtlinge warten am Donnerstag in der Sporthallen-Notunterkunft an der Flachsstraße auf den Bustransfer zu ihren Unterbringungseinrichtungen.
Neuangekommene Flüchtlinge warten am Donnerstag in der Sporthallen-Notunterkunft an der Flachsstraße auf den Bustransfer zu ihren Unterbringungseinrichtungen. Foto: Hans-Werner Büscher

In den  zwei  Schulsporthallen, in denen die Flüchtlinge bis zur Weiterfahrt in eine Erstaufnahme-Einrichtung höchstens eine Nacht bleiben sollen,  stehen Feldbetten für 400 Menschen. In der Nacht zu Donnerstag wurde aufgestockt, um Platz für zeitweise bis zu 430  Flüchtlinge zu schaffen.

Ingo Schlotterbeck, Einsatzleiter der für die Betreuung zuständigen Helfer von  DRK, ASB und JUH, sprach von einem »ungebremsten Zulauf bis nachts um 4 Uhr«. Es seien viele Familien gekommen, darunter erst  drei Monate alte Babys. »Das sind Menschen, die gesundheitlich und ernährungstechnisch ziemlich am Limit sind und kaum Kleidung bei sich haben«, sagte  Schlotterbeck über die zumeist  aus Syrien, dem Irak und Albanien stammenden Flüchtlinge.

»Die Zentrale Ausländer-Behörde kommt an ihre Grenzen«, meinte  Udo Witthaus, Leiter des städtischen Krisenstabes. Er wollte sich nicht festlegen, ob angesichts der aktuellen Situation die Sporthallen-Notunterkünfte zum 15. Juli geschlossen werden können.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Freitagsausgabe des WESTFALEN-BLATTS, Lokalausgabe Bielefeld.

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