Zu Wochenbeginn 250 Flüchtlinge erwartet Notunterkünfte noch bis 15. Juli offen

Bielefeld (WB). Der Betrieb in den Notunterkünften für Flüchtlinge in zwei Bielefelder Sporthallen läuft weiterhin nach Plan. Über das Wochenende hielten sich dort 160 Personen (zum Vergleich: von Donnerstag auf Freitag 298 Personen) auf. Für gestern Abend erwartete Torsten Böhling, Leiter der Zentralen Ausländerbehörde (ZAB), wieder 250 Neuankömmlinge.

Die Notunterkünfte für Flüchtlinge in Bielefeld bleiben vorerst offen.
Die Notunterkünfte für Flüchtlinge in Bielefeld bleiben vorerst offen. Foto: Thomas F. Starke

Der Einsatzleiter der Hilfsorganisationen, Ingo Schlotterbeck, bezeichnete die Atmosphäre vor Ort als harmonisch und ruhig. Sowohl organisatorisch als auch medizinisch habe es seit der Aufnahme des Betriebes am vergangenen Mittwoch keine besonderen Vorkommnisse gegeben.

Obwohl die ZAB seit heute weitere 108 Menschen im Haus Neuland unterbringen kann, hat der Krisenstab gestern unter der Leitung des Beigeordneten Dr. Udo Witthaus entschieden, den Betrieb der Notunterkünfte zunächst bis Mittwoch, 15. Juli, aufrecht zu erhalten. Witthaus: »Erfahrungsgemäß erreichen uns gerade zu Wochenbeginn viele Flüchtlinge.«

Auch die zuständige Bezirksregierung Arnsberg empfiehlt, die Turnhallen noch als Notunterkünfte vorzuhalten. Grund für den weiterhin hohen Andrang sei auch die Schließung einer weiteren Unterbringungseinrichtung in Neuss wegen Windpocken. Es sei noch nicht geklärt, wann die schon gesperrten Einrichtungen wieder in Betrieb gehen könnten, so der ZAB-Leiter. Der Krisenstab wird am Donnerstag erneut zusammen treffen, um die Lage zu bewerten.

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