»Bündnis gegen Rechts« plant vier Kundgebungen rund um den Bahnhof Pegida: Gegendemos angemeldet

Bielefeld (WB). Das Bielefelder »Bündnis gegen Rechts« plant vier Kundgebungen als Protest gegen die angekündigte  Pegida-Demonstration am Montag, 20. Juli.

Von Stefan Biestmann
Für Toleranz und Weltoffenheit demonstrierten im Januar mehr als 10 000 Menschen. Am 20. Juli will das »Bündnis gegen Rechts« erneut tausende Menschen zur Pegida-Gegendemo versammeln.
Für Toleranz und Weltoffenheit demonstrierten im Januar mehr als 10 000 Menschen. Am 20. Juli will das »Bündnis gegen Rechts« erneut tausende Menschen zur Pegida-Gegendemo versammeln. Foto: Thomas F. Starke

 Nach Angaben von Bündnis-Sprecherin Wiebke Esdar wurden  zwei Kundgebungen am Freitag bei der Polizei  angemeldet. »Wir haben über Facebook schon viele Rückmeldungen erhalten und erwarten Tausende Teilnehmer«, sagt Esdar.  Die Aktionen sollen  unter dem Motto »Bielefeld ist und bleibt bunt und weltoffen« stehen. Die Pegida-Demo beginnt um  19 Uhr vor dem Hauptbahnhof  (wir berichteten exklusiv). Anmelder ist Thomas Borgartz, früherer OWL-Chef der rechtspopulistischen Partei »Pro NRW«. Er rechnet mit 100 Teilnehmern. Die

Wiebke Esdar (»Bündnis gegen Rechts«).

Gegenaktionen sollen nach Angaben des »Bündnisses gegen Rechts«  rund um den Hauptbahnhof stattfinden:  auf der  Bahnhofstraße nahe Mc Donalds, auf der Herbert-Hinnendahl-Straße,  auf der Nahariyastraße und am Boulevard. Ob die Aktionen dort auch stattfinden dürfen, entscheidet sich in den nächsten Wochen in Absprache mit der Polizei.

Sonderplenum am  6. Juli

Polizeisprecher Achim Ridder bestätigte zumindest, dass die Anmeldung der Kundgebung für die Nahariyastraße eingegangen sei.  Das »Bündnis gegen Rechts« hatte bereits im Januar mit einer  Kundgebung für Weltoffenheit und Vielfalt demonstriert. Mehr als 10 000 Menschen nahmen damals teil. »Diese Zahl werden wir aber wohl nicht erreichen, da der Termin mitten in die Sommerferien fällt«, meint Wiebke Esdar.

Weitere Einzelheiten berät das Bündnis bei einem Sonderplenum am  6. Juli im Haus der Kirche. Pegida stehe für »unsachliche Stimmungsmache, die menschenverachtend und rassistisch ist«, meint Wiebke Esdar. »Wir wollen ein Signal setzen und zeigen, dass Pegida in Bielefeld  nicht willkommen ist.«

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