18-Jähriger muss sich wegen 39 Straftaten verantworten Serientäter verurteilt

Bielefeld (WB/uko). Zu viereinhalb Jahren Jugendstrafe hat das Landgericht einen  18-jährigen Bielefelder verurteilt. In nicht öffentlicher Sitzung war der Fall verhandelt worden, in dem es um eine ganze Serie zum Teil schwerer Straftaten ging. So lieferte sich der Bielefelder eine Verfolgungsjagd mit der Polizei und er vergewaltigte in Bückeburg eine Freundin.

Ein 18-jähriger Serientäter ist vom Landgericht Bielefeld zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden.
Ein 18-jähriger Serientäter ist vom Landgericht Bielefeld zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Foto: dpa

Wegen insgesamt 39 Taten hatte sich  der junge Mann eigentlich vor einem Jugendschöffengericht verantworten sollen. Schon allein wegen  des Umfangs des Verfahrens hatte das Landgericht diese Strafsache übernommen, außerdem wurde zwischenzeitlich auch eine Unterbringung des jungen Mannes erwogen.

In dem Prozess vor der 4. Strafkammer (Jugendkammer) des Landgerichts legte der Angeklagte in nicht öffentlicher Sitzung ein Geständnis ab. Er gestand auch den sexuellen Missbrauch des jungen Mädchens in Bückeburg, den er Anfang des Jahres 2014 in Bückeburg begangen hatte.

In der Nacht zum 19. Dezember 2014 hatte der junge Mann dann an der Rappoldstraße in Bielefeld einen 1er BMW gestohlen. Zuvor war  er durch eine offen stehende Terrassentür in ein Haus eingebrochen. Er hatte dort  verschiedene Gegenstände entwendet und eben auch einen  Schlüsselbund gestohlen. Einer dieser  Schlüssel passte zu dem neuwertigen BMW (Wert: ­31.000 Euro), mit dem er etwa gegen 5.30 Uhr durch die ganze Stadt raste. Die Fahrt führte über den Südring und den Ostwestfalendamm zur Herforder  Straße.

In Baumheide  kam es dann zur Kollision mit einem Streifenwagen der Polizei. Beamte hatten den 18-Jährigen mit insgesamt drei Streifenwagen verfolgt und gerammt. Der BMW überschlug sich, Verletzte gab es nicht.

Im Prozess wurden nun  weitere Diebstähle von Personenwagen, Unterschlagung und Fahren ohne Fahrerlaubnis verhandelt. Der 18-Jährige, der keinen Führerschein hat, ist wegen Diebstahls und Unterschlagung mit einer Jugendstrafe vorbestraft.

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