700 Gäste aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft folgen Einladung der Universität Wenn die Mensa zum Ballsaal wird

Bielefeld (WB). An der Universität Bielefeld  wird  gelehrt, gelernt und  geforscht. Das  gilt auch  für  Abendveranstaltungen. »Sie alle sind heute Teil eines Experiments«, begrüßte Gerhard Sagerer seine Gäste. 700  Menschen  erlebten die  Premiere des  Sommerballs, der Uni und Region einmal mehr verbinden soll.

Von Ludmilla Ostermann
Die Studentinnen Marlien  Kischel (links) und  Constanze  Schmidt waren neugierig  auf den ersten  Sommerball. Die 130 Karten für Studierende waren bereits nach einer Woche vergriffen.
Die Studentinnen Marlien Kischel (links) und Constanze Schmidt waren neugierig auf den ersten Sommerball. Die 130 Karten für Studierende waren bereits nach einer Woche vergriffen. Foto: Hans-Werner Büscher

Dort, wo sich  zwischen Vorlesungen und Seminaren Studenten und Mitarbeiter zum Essen verabreden, trafen sich am Samstagabend  Akteure  der Uni,  aus regionaler Wirtschaft, Politik und   der Stadt – in lockerer Atmosphäre. Gastgeber Sagerer, der selbst ohne Schlips und  Fliege erschien, erinnerte daran, dass  eine solche Veranstaltung in der Anfangszeit der  Universität  wohl nicht möglich gewesen sei. »Die Bielefelder hatten Angst  vor der Invasion der  Langhaarigen in ihrer heimeligen Stadt.« Auch die Architektur des Gebäudes  habe nicht zur Akzeptanz beigetragen. »Im Laufe der Jahre aber  wuchsen  Region und Uni zusammen«, sagte Sagerer.  

Bürgermeister Pit Clausen  pflichtete ihm – angelehnt an den Marianne-Rosenberg-Hit – bei:  »Hochschule und Stadt gehören zusammen wie der Name an der Tür.« Schließlich sei auch er selbst ein Kind der  Universität und  wegen ihr damals  nach Bielefeld  gekommen. Treffend bemerkte  Jürgen Heinrich von  der  Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft: »Was  gibt es also  Schöneres als sich gegenseitig in den Armen zu liegen.«

Und so geschah es. Die musikalische  Komponente des experimentellen Abends, die  international bekannte Big Band »Chris Genteman Group« sowie  DJ Andreas T.,  sorgte  dafür, dass die Tanzfläche  den Abend bis in die Nacht hinein   voll blieb.  Die Gäste tanzten Jive,  Discofox und  Wiener Walzer.  Wer  Nachhilfe im Paartanz benötigte,  konnte  im Vorfeld Kurse  an der Uni besuchen.

Auch die  kulinarischen Zugaben  zum Sommerball stimmten. Das Team des Studentenwerks  umsorgte  die Gäste im festlich geschmückten  Saal und stellte so seine  Galadinner-Tauglichkeit unter Beweis.  Die  Mitarbeiter servierten  Ziegenkäse mit  karamellisierten Walnüssen und  Senner Spargel. An den Grillstationen beluden  die Ballgäste  ihre Teller mit Roastbeef, Lachs und Schweinemedaillons nebst Gnocci mit Pilzfüllung, Spätzle und Gratin. Zu  Pianoklängen von Gregor  Zimmermann ließen  sich die  Gäste  schließlich Petit Fours aus Mango-, Himbeer- und  Schokomousse  aus der Konditorei  von Jörg Kraume servieren. Später  kamen die Gäste  an  Bar und in der Lounge  bei  Bowle und Espresso  ins Gespräch.

Der nächste Sommerball soll  im Jahr 2017 stattfinden. Das Experiment – so scheint es zumindest  – ist gelungen.

Kommentare

Wasserzeichen

Verehrtes Team des Wetfalenblattes,
schade dass die schönen Fotos des Uniballs mit dem Wasserzeichen so unansehnlich werden.
Mitten durch die hübschen Gesichter der Damen und Herren laufen Buchstaben, die die gesamte
Ausdruckskraft des Fotos verhindern. Schade !!!
Wie wäre es mit einem Namenszug -auch mit stärkeren Konturen- am linken oder rechten unteren Rand ?
Andere Fotografen und Journale machen es so.

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