Schwere Psychose: Lehrer will sich töten, um frühere Freundin zu retten Mit Absicht in den Gegenverkehr

Detmold (WB). In Selbstmordabsicht raste ein Lehrer 2014 auf der OstwestfalenStraße bei Bad Salzuflen in den Gegenverkehr. Am Freitag wurde er freigesprochen – weil er damals schuldunfähig war.

Von Christian Althoff
Der Herforder (45) am Steuer dieses Mercedes wurde leicht verletzt, als der Opel den Wagen frontal rammte.
Der Herforder (45) am Steuer dieses Mercedes wurde leicht verletzt, als der Opel den Wagen frontal rammte. Foto: Christian Althoff

»Ich dachte, jetzt sterbe ich«, sagte eine aufgewühlte Herforderin (43) vor dem Landgericht Detmold, wo sich der Mathematik- und Chemielehrer aus Bielefeld verantworten musste. Die Frau fuhr am 27. Januar mit ihrem Renault Twingo auf der Ostwestfalenstraße in Richtung Bielefeld, auf dem Beifahrersitz saß ein Arbeitskollege. »Plötzlich zog ein Wagen von der Gegenfahrbahn herüber und rammte frontal einen Mercedes, der ein gutes Stück vor uns fuhr.« Nach dem Zusammenstoß habe der Unfallverursacher unvermutet Gas gegeben und auf ihren Renault zugehalten. »Er hat uns voll erwischt.«

Wie durch ein Wunder wurden alle vier Unfallbeteiligten nur leicht verletzt, die drei Autos hatten Totalschaden. Noch am Unfallort sagte der Gymnasiallehrer zu einem Polizisten, er habe sich töten wollen. Deshalb brachte ihn die Staatsanwaltschaft wegen versuchten Totschlags vor Gericht. Es war eine tragische Geschichte, die der Angeklagte zu seiner Verteidigung vortrug – und sie stimmt, wie der Gutachter und Psychiater Markus Müller-Küppers bestätigte. 

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Samstagsausgabe des WESTFALEN-BLATTS.

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