Smilla während Operation gestorben – Olderdissen sucht neue Tiere Die letzte Wölfin ist tot

Bielefeld (WB/hu). Im Tierpark Olderdissen gibt es keine Wölfe mehr – die letzte Wölfin ist tot: Smilla ist am Mittwoch in einer Bielefelder Tierklinik nach einer Operation gestorben.

Die siebenjährige Wölfin Smilla ist gestorben. Sie überlebte eine Routine-Operation nicht.
Die siebenjährige Wölfin Smilla ist gestorben. Sie überlebte eine Routine-Operation nicht. Foto: Tierpark

Die Wölfin sollte sterilisiert werden, damit das Gehege mit Artgenossen beiderlei Geschlechts besetzt werden konnte. Der Eingriff wurde, wie die Tierparkleitung betont, unter optimalen Bedingungen und zudem minimalinvasiv vorgenommen, dennoch ist Smilla nicht aus der Narkose erwacht. Die Tierärzte vermuten eine negative Arzneimittelreaktion.

»Ich bedaure den Verlust unserer letzten Wölfin sehr«, sagt Herbert Linnemann, der Leiter des Tierparks. Zugleich betont er, dass man weiter Wölfe halten wolle: »Wir suchen neue Tiere und werden uns bemühen, so schnell als möglich das Wolfsgehege wieder mit Leben zu füllen.« Wann das sein wird, kann er aber noch nicht sagen.

Ronja erst Ende März gestorben

Erst Ende März war die Wölfin Ronja gestorben. Sie hatte schon längere Zeit Verletzungen im Bereich der Lefzen gehabt – ob durch Beißereien mit Smilla oder wegen eines Geschwürs, war unklar. Da die Wunde nicht heilte, hatte man sich schweren Herzens entschlossen, Ronja einzuschläfern. Schon das war nicht leicht gefallen. Da die Heilungschancen jedoch gering waren und man die Wölfin für jede Behandlung hätte narkotisieren und aus dem Gehege hätte nehmen müssen, hatte Linnemann damals erklärt, wären die Rivalitäten zwischen den Wölfinnen gewachsen.

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