Strothbachwald soll unter Naturschutz gestellt werden – IHK fordert pragmatische Lösung Paprika-Koalition will nicht an Wahl & Co. verkaufen

Bielefeld (WB). Eine politische Mehrheit für den Verkauf des Strothbachwaldes an die Spedition Wahl & Co. scheint erst einmal nicht in Sicht. Trotz des Brandbriefes, den das Unternehmen an alle Ratsmitglieder gesandt hatte (das WESTFALEN-BLATT berichtete) will die neue Paprika-Koalition aus SPD, Grünen und Piraten/Bürgernähe am Naturschutz für das Areal festhalten.

Von Michael Schläger
Blick auf das Firmengelände von Wahl & Co. an der Gildemeisterstraße in Sennestadt: Nach dem jetzigen Stand will die Paprikakoalition im Rathaus den benachbarten Strothbachwald nicht als Erweiterungsfläche an die Spedition verkaufen.
Blick auf das Firmengelände von Wahl & Co. an der Gildemeisterstraße in Sennestadt: Nach dem jetzigen Stand will die Paprikakoalition im Rathaus den benachbarten Strothbachwald nicht als Erweiterungsfläche an die Spedition verkaufen. Foto: Markus Poch (Archiv)

Die CDU hat unterdessen einen Antrag zum Thema für die nächste Ratssitzung am kommenden Donnerstag angekündigt (Beginn: 17 Uhr, großer Ratssaal, Neues Rathaus). Ihr Tenor: »Perspektiven für Bielefelder Unternehmer erhalten – nachhaltig städtische Einnahmen sichern«.

»Für uns ist es ein Skandal, dass ein alteingesessnes Bielefelder Familienunternehmen von der Paprika-Koalition quasi gezwungen werden soll, die Stadt zu verlassen«, sagte CDU-Ratsfraktionschef Ralf Nettelstroth gestern. Unterstützung könnte er dafür von der FDP und der Bürgergemeinschaft (BfB) bekommen. Neben der Paprika-Koalition sind aber auch die Linken dafür, den Strothbachwald unter Naturschutz zu stellen. Eine Mehrheit für den Antrag ist deshalb unwahrscheinlich.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Freitagausgabe des WESTFALEN-BLATTS.

Kommentare

Extrem kurzsichtige Lokalpolitik

Hoffentlich können die Mitglieder der Paprika-Koalition (neue Paprika-Koalition aus SPD, Grünen und Piraten/Bürgernähe) lesen. Wichtig wäre z.B. die neue Untersuchung zur demographischen Entwicklung in Bielefeld. Die Einwohnerzahl wird mit hoher Wahrscheinlichkeit sinken.

Warum? Weil Menschen dort wohnen, wo es Arbeit gibt. Und wer derart leichtfertig Arbeitgeber zwingt, den Standort aus Bielefeld zu verlegen, der hat sich mächtig verrannt!

Auch ich bin Unternehmer und muß Investitionsentscheidungen treffen. Daß hierbei derartige Blockaden durch extrem kurzsichtige Lokalpolitik nicht positiv sind, kann sich wohl jeder vorstellen. Und wo ich künftig bei Wahlen mein Kreuzchen mache auch.

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