Staatsanwaltschaft klagt 37-Jährigen wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern an Mädchen im Naturbad bedrängt

Bielefeld (WB/hz). Die Staatsanwaltschaft hat gegen einen wegen Vergewaltigung vorbestraften Bielefelder (37) jetzt Anklage wegen des sexuellen Missbrauchs von Kindern erhoben. Der Mann, der nach der ersten Tat vor 17 Jahren bereits in der Psychiatrie in Lippstadt-Eickelborn einsaß und wieder entlassen wurde, kam nur einen Monat nach dem Übergriff auf zwei Elfjährige erneut frei.

Die Staatsanwaltschaft strebe nun an, dass der an einer Intelligenzminderung und an einer disozialen Persönlichkeitsstörung leidende 37-Jährige auf Dauer in einem geschlossenen Fachkrankenhaus untergebracht werde. Der Bielefelder soll im Zustand verminderter Schuldfähigkeit gehandelt haben und werde vor einer Großen Strafkammer des hiesigen Landgerichtes angeklagt, erklärte Christoph Mackel, Sprecher der Staatsanwaltschaft Bielefeld.

Seinen Angaben zufolge kam es am 8. Juni vergangenen Jahres im Naturbad Brackwede an der Osnabrücker Straße zu dem sexuellen Übergriff auf die elf Jahre alten Schülerinnen. An jenem Tag soll sich der 37-Jährige gegen 17 Uhr mit erigiertem Glied an die beiden Freundinnen gedrückt haben. Zudem soll eine Elfjährige von ihm sexuell beleidigt worden sein.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann sexuellen Missbrauch von Kindern in drei Fällen vor. Darauf steht Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren.
Der Bielefelder ist bereits wegen Vergewaltigung zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Dafür saß er den Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge in der Psychiatrie Eickelborn ein, wurde jedoch im Jahr 1998 auf Bewährung entlassen.

Nach den sexuellen Übergriffen am 8. Juni 2014 im Naturbad kam der Mann wieder in ein Fachkrankenhaus, war aber schon einen Monat später wieder frei. Das Landgericht hob als Beschwerdeinstanz die vorläufige Unterbringung in der Psychiatrie wieder auf.
Ein Termin für den Unterbringungsprozess steht noch nicht fest.

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