Wegen großer Nachfrage sind sechs zusätzliche Realschulklassen geplant  Kaum noch Anmeldungen für die Hauptschulen 

Bielefeld (WB). Für die Hauptschulen in Bielefeld liegen insgesamt nur 30 Anmeldungen für das nächste Schuljahr vor. Das sagte Schulamtsleiter Georg Müller gestern im Schulausschuss.

Von Burgit Hörttrich
Nur 30 Anmeldungen liegen für die sieben Bielefelder Hauptschulen vor. Keine der Schulen habe auch nur annähernd die Mindestzahl von 18 Kindern zur Bildung einer Eingangsklasse erreicht. Bei den Gesamtschulen gibt es keinen Anmeldeüberhang.
Nur 30 Anmeldungen liegen für die sieben Bielefelder Hauptschulen vor. Keine der Schulen habe auch nur annähernd die Mindestzahl von 18 Kindern zur Bildung einer Eingangsklasse erreicht. Bei den Gesamtschulen gibt es keinen Anmeldeüberhang.

 Welche Hauptschule wie viele Anmeldungen erhalten hat, wollte er nicht verraten, nur so viel: »Keine der Schulen erreicht auch nur annähernd die Mindestzahl von 18 Mädchen und Jungen zur Bildung einer Eingangsklasse.« Aktuell kläre das Schulamt mit der Bezirksregierung in Detmold, ob es angesichts der Anmeldezahlen überhaupt noch ein »schulrechtliches Bedürfnis« zur Einrichtung einer Eingangsklasse in der Schulform Hauptschule gebe.

 Marktschule Brackwede und Hauptschule Senne sollen ohnedies 2016 schließen, die Johannes-Rau-Schule in Sennestadt voraussichtlich 2018. Das sind drei von heute noch sieben Hauptschulen in Bielefeld. Zum Schuljahr 2014/2015 lagen noch 71 Hauptschulanmeldungen vor.

 An den vier städtischen Gesamtschulen gebe es »keinen Anmeldeüberhang«. 586 Mädchen und Jungen seien zum neuen Schuljahr angemeldet worden, im Vorjahr waren es noch 663. Die höchste Anmeldezahl verzeichnet die Martin-Niemöller-Schule; dort sei an die Bildung einer achten Eingangsklasse gedacht. Die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Gesamtschule Stieghorst dagegen werde von der Acht- auf Siebenzügigkeit zurückgehen.

 An den Realschulen und den Gymnasien würden, so Müller, die regulären Aufnahmekapazitäten überschritten. Für die Realschulen lägen 971 Anmeldungen vor (Vorjahr 869), für die städtischen Gymnasien 802 (Vorjahr 832) Anmeldungen. Formal laufe das Anmeldeverfahren für Realschulen und Gymnasien noch bis zum 13. März. Es sei geplant, in den Realschulen sechs zusätzliche Eingangsklassen zu schaffen, in den Gymnasien zwei – voraussichtlich je eine im Ratsgymnasium und eine entweder im Helmholtz- oder im Ceciliengymnasium.

 Das »Helmholtz« hat mit 149 die meisten Anmeldungen. Georg Müller merkte an, dass die eingerichteten Schulplätze für das gemeinsame Lernen von behinderten und nicht-behinderten Kindern in den Gesamt- und Realschulen rein rechnerisch mit zwei Kindern pro Eingangsklasse so wie geplant in Anspruch genommen werde, nicht jedoch in den Gymnasien. Dort seien insgesamt nur sechs Kinder mit Handicap angemeldet worden.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.